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Disc 5: "Detective Story - Polizeirevier 21" und "Nachts auf den Straßen"

terminator

Von terminator in Die dunkle Seite des Kinos – Unvergessliche Klassiker des Film Noir – Kritik

Disc 5: "Detective Story - Polizeirevier 21" und "Nachts auf den Straßen" Bildnachweis: © Pidax | Szene aus "Detective Story - Polizeirevier 21"

Detective Story – Polizeirevier 21 (1963)

Polizeirevier 21, New York: Es ist Abend geworden, die Dämmerung ist soeben über die amerikanische Metropole hereingebrochen. Alltag im Polizeirevier: Ein paar kleine Ganoven werden vorgeführt, und auch ein "größerer Fisch" ist den Beamten ins Netz gegangen. Der sensationslüsterne Reporter Joe Feinson (Heinz Bennent, Die Blechtrommel) ist damit jedoch nicht zufrieden. Er wartet auf eine große Geschichte. Diese kommt ins Rollen, als der im Zentrum der Handlung stehende, nicht zimperliche Polizist Jim McLeod (Hans Christian Blech, Die letzte Schlacht) mit einem Mann namens Dr. Schneider (Heinrich Trimbur, Schwarzer Kies) zusammenstößt. Jim McLeod der alles hasst, was gegen das Gesetz verstößt, hat mit Dr. Schneider einen besonders üblen Zeitgenossen im Visier: Der Arzt nimmt seit Jahren illegale Abtreibungen vor, oft mit tödlichen Folgen für die "Patientinnen". So geschieht es auch an jenem Abend. Die Folge ist eine Kettenreaktion, die nicht nur üble Überraschungen mit sich bringt, sondern auch für einen der Beteiligten mit dem Tod endet ...

Bereits 1951 verfilmte William Wyler (Ein Herz und eine Krone) das erfolgreiche Bühnenstück von Sidney Kingsley mit Kirk Douglas (Spartacus) in der Hauptrolle und erhielt nicht nur positive Kritiken, sondern auch etliche Auszeichnungen. Leider musste der Stoff für das deutsche Fernsehen nochmals neu inszeniert werden und die damit verbundenen limitierten Mittel sind dem Film deutlich anzumerken. Nicht nur die Kulisse, sondern auch die Darstellung der Akteure wirkt wie klassisches Theater, denn da wird nicht selten geschrien und gespielt, als müsste auch das Publikum in der letzten Reihe noch alles mitbekommen. Dadurch wird die ganz Atmosphäre ziemlich zerstört, denn was auf der Bühne funktioniert, ist auf dem Bildschirm nicht immer zielführend. Dabei hat der Film eigentlich eine spannende Geschichte zu erzählen über den harten Polizeialltag mit frustrierenden Ermittlungen, zwielichtigen Kleinganoven, dubiosen Zeugen, abgebrühten Strafverteidigern und Polizeigewalt. Der Griff zum Original ist hier definitiv vorzuziehen.

Sprache: Deutsch

Technische Besonderheiten: Der Film hat einige kurze Bildaussetzer, die zwar nicht wesentlich ins Gewicht fallen, aber etwas störend wirken. Außerdem hat der Ton starke Lautstärkeschwankungen.


Nachts auf den Straßen (1952)

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Als der LKW-Fahrer Heinrich Schlüter (Hans Albers, Münchhausen) auf seiner üblichen Tour neben einem Autowrack einen Toten findet, nimmt er dessen Geld an sich. Wenig später lässt er eine junge Anhalterin namens Inge (Hildegard Knef, Unter den Brücken) einsteigen. Damit nimmt das Unglück seinen Lauf. Heinrich verliebt sich in die junge Frau und kauft ihr wertvolle Geschenke. Mit diesem Umstand macht sich der Familienvater jedoch zum leichten Opfer für einen Erpresser, der prompt fordert, dass sich Heinrich an einem Verbrechen beteiligt ...

So düster wie es der Titel und das Intro vermuten lassen, ist Nachts auf den Straßen nicht, dennoch zeigt der Film einiges, was das kleinbürgerlich-konservativ geprägte Deutschland der Wirtschaftswunderjahre entzaubert. Drogenkonsum, Diebstahl und Ehebruch wollen so gar nicht in diese Zeit passen und genau das macht den Film über weite Strecken interessant. Es geht um Moral und Anstand, und zwar nicht in gesellschaftlichen Schichten, in denen man vermuten könnte, dass beides nicht vorhanden ist, sondern in der Mittelschicht mit der damals typischen Konstellation von Hausfrau und dem Mann als Alleinverdiener, dem Einfamilienhaus und der Einstellung, ein Leben nur durch harte Arbeit und Enthaltungen zu einem glücklichen Leben zu machen. Leider traut sich den Film, die angedeutete Thematik nicht konsequent zu Ende zu führen und enttäuscht gerade auf den letzten Metern. Dafür überzeugen Hans Albers und Hildegard Knef mit ihren Darbietungen.

Sprache: Deutsch

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