In seiner kritischen Karikatur einer jungen russischen Generation, der er selbst angehört, demaskiert Daniil Merkulov moralischen Impetus und heroische Ambitionen als Ausdruck geistiger Unreife und arrivierter Egozentrik. So sorgsam ausgebaut die tagträumerische Ästhetik und märchenhaften Motive des ephemeren Lehrstücks sind, so auffällig ist dessen kontextuelle Vagheit. In seiner soziologischen Deutung frustrierend unbestimmt, wird die lyrische Leinwand-Fabel zum filmischen Fluchtraum vor einer klaren politischen Positionierung. In seiner ideologischen Interpretation bezeichnend ambivalent, wird das sublimierte Szenario zum kinematischen Pendant der kreativen Weltflucht, die es aufzeigt.