Rakeen Saad intensive Darstellung zwischen Wut und Schmerz wird zum emotionalen Momentum Zaid Abu Hamdan packenden Gangster-Thrillers. Authentische Settings, ein Cast aus professionellen Akteuren und Laien, sowie der organische Soundtrack schaffen ein imposantes Unterwelt-Epos. Dessen feministische Fassade bleibt indes so zwiespältig wie der suggerierte Realismus. Prekäre Lebensumstände entspringt unvermeidlich Kriminalität. Armut wird gleichgesetzt mit Verschlagenheit und Amoral. Gegengewicht sind traditionelle Familienwerte, die auch der Protagonistin Erlösung versprechen. Tempo, Figurendynamik und stimmige Schauwerte machen das Prestige-Projekt eines jungen jordanischen Kinos so widersprüchlich und faszinierend wie seine Titelfigur.