Satte, dunkle Farben und grobkörnige Kamerabilder verleihen Yashasvi Juyals surrealer Story von Liebe, Tod und wirtschaftlicher Bedrängnis eine haptische Optik, die den gewichtigen Themenkomplex von Vergänglichkeit und Desintegration erdet. Kumar und Dube verleihen ihrem Figuren-Paar eine unprätentiöse romantische Chemie, geleitet von intuitiver Vertrautheit. Die Realität selbst besteht nur aus Fragmenten individueller Erinnerungen. Verschwinden deren Träger*innen, lösen sich auch Orte auf. Umgekehrt erschaffen intensive Erinnerungen physische Wahrheiten. Geistergeschichte und Sozialdrama verschmelzen organisch zu einer märchenhaften Romanze, deren symbolistischer Überbau ebenso erschöpfend wie reizvoll ist.