In der nichtssagenden Optik einer Vorabend-TV-Serie serviert Umberto Carteni die Weichspüler-Version spießbürgerlicher Stereotype einer jungen Arbeiter- und Unterklasse, die noch nie von Shakespeare gehört hat und ohne die Unterstützung einer ausnahmslos intelligenten, belesenen Akademiker-Elite zum Scheitern verdammt wäre. Dabei sind die vermeintlichen Verhaltensauffälligkeiten dieser berüchtigten Klasse so aberwitzig harmlos, dass Dynamik und Dramatik gar nicht erst aufkommen. Die auffälligen Unterschiede in den schauspielerischen Leistungen des jungen Ensembles und Ferzettis krampfige Darstellung verstärken die artifizielle Atmosphäre der schablonenhaften Schul-Soap.