Inhalt
Der Streit um den Thron der sieben Königslande innerhalb des Hauses Targaryen spitzt sich zu, da Rhaenyra (Emma D'Arcy) den Thron nach einem Abkommen mit Alicent (Olivia Cooke) zurückerlangen möchte. Während dessen kommt es zu unvorhergesehen Hindernissen.
Kritik
Auch wenn Game of Thrones aufgrund der letzten beiden Staffeln viel seines ursprünglichen Glanzes einbüßen musste, hat sich die Serie, welche auf der Romanreihe “Das Lied von Eis und Feuer” basiert, zurecht eine Fanbase aufbauen können, die seinesgleichen sucht. Deshalb verwundert es kaum, dass mit House of the Dragon und A Knight of the Seven Kingdoms bereits zwei Ableger verwirklicht wurden, wobei einige weitere folgen sollen. House of the Dragon geht nun nach der doch etwas enttäuschenden zweiten Staffel mit der dritten Staffel ins Rennen. Und wenn sich der Eindruck der ersten vier Folgen weiterhin bestätigen sollte, geht die Serie wieder einen deutlichen Schritt nach vorne.
Wer die ersten beiden Staffeln von House of the Dragon gesehen hat, weiß, dass das Schauspiel, die gesamte Inszenierung und das Produktionsdesign auf allerhöchstem Niveau sind, was sich auch in der dritten Staffel logischerweise nicht ändert. Wichtig ist nun also, ob die Erzählung wieder mitreißender und spannender ist und die emotionalen Momente schmerzhafter sind als in Teilen von Staffel 2. Und bereits die erste Folge beweist, dass House of the Dragon seine Stärken auszuspielen weiß. Eine epische Schlacht mit unerwartetem emotionalem Punch zu Beginn der Staffel zieht den Zuschauer sofort in den Bann.
Bisher hat man das Gefühl, dass die Handlung sich endlich zuspitzt, wodurch die Spannung immer größer wird. Besonders das Writing der Charaktere sticht dabei heraus, da es im Prinzip kein Gut oder Böse gibt. Fast jeder Charakter hat nachvollziehbare Motive und Graustufen, wodurch sich die Welt authentisch anfühlt, was auch schon eine Stärke von Game of Thrones war. Egal, ob man auf der Seite von Team Grün rund um Alicent oder Team Schwarz rund um Rhaenyra ist, man kann sich in die Motivationen der Gegenseite reinversetzen.
Das einzige Manko, was sich in den ersten vier Folgen erkennen lässt, ist der Handlungsstrang um König oder Thronräuber Aegon (Tom Glynn-Carney) und Larys (Matthew Needham), die sich auf der Flucht befinden. Dieser nimmt immer wieder Tempo und Spannung aus den Folgen raus, ohne dass es bei ihnen wirklich voran geht. Ein finales Urteil darüber lässt sich aber erst bilden, wenn die Folgen 5-8 erscheinen, da abzuwarten bleibt, welche Bedeutung deren Handlungsstrang im Gesamtbild der Handlung noch einnehmen wird.
Fazit
Die ersten vier Folgen der dritten Staffel von “House of the Dragon” sind fantastisch, da sie hochwertig produziert, spannend geschrieben, emotional mitreißend und überraschend sind. Auch wenn man Hoffnung haben kann, bleibt abzuwarten, inwiefern die zweite Hälfte der Staffel daran anknüpfen kann, da Staffel 2 seinen Höhepunkt in Folge 4 hatte.