Bildnachweis: © Sundance 2026 | Greenmachine Film Tandem Pictures

Sundance Film Festival 2026

von Lida Bach

Musikalische Selbstfindung, Systemkritik und Satire ergeben eine unausgegorene Mischung in NB Magers Spielfilm-Fassung ihre gleichnamigen Kurzfilms. Alyssa Marvins überzeugende Verkörperung einer Heranwachsenden zwischen Traum und Tauma wird zum emotionalen Zentrum der didaktischen Story. Deren sichtbar begrenztes Budget hemmt zusätzlich die Entfaltung der mit pädagogischen Botschaften überfrachteten Handlung. Jene wagt weder bissigen Humor, noch die Konfrontation der als dramatisches Momentum fungierenden Tragödie. Pathetische Phrasen, verkrampfte Versöhnung und hohle Hoffnungsappelle werden oberflächlich kritisiert und postwendend inszenatorisch selbst praktiziert. Das fiktive Musical scheint da sehenswerter als der Film drumherum. 

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