In einer Ära, in denen Kriege, Klimakatastrophe und wirtschaftliche Krisen weltweit Migration und Vertreibung in einem ungekannten Ausmaß mit sich bringen, und politische Populisten das Thema zum Kampfbegriff machen, versucht Edgar Hagen eine dokumentarische Definition der unterliegenden Ursachen von Flucht. Die gleichsam dringliche und politisch aufgeladene Frage nach den historischen Hintergründen und strukturellen Konstellation globaler Migration fungiert als dramaturgische Direktive einer unebenen Mischung aus geopolitischer Bestandsaufnahme und retrospektiver Reportage.