Bildnachweis: © Disney | Motiv von "Star Wars: Die Letzten Jedi"

Kathleen Kennedy sieht Star-Wars-Fans als Bremsklotz: Rian Johnson reagiert nur mit einem trockenen „lol“

von Thomas Repenning

Warum ist aus der geplanten Star-Wars-Trilogie von Rian Johnson nie etwas geworden? Jahre nach den hitzigen Debatten um Die letzten Jedi liefert Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy eine Erklärung – doch der betroffene Regisseur selbst widerspricht deutlich.

Eigentlich sollte Johnson nach seinem Beitrag zur Sequel-Trilogie eine eigene, unabhängige Filmreihe im Star-Wars-Universum umsetzen. Das Projekt wurde früh angekündigt, aber nie konkretisiert und gilt inzwischen als eingestellt. Im Zuge ihres angekündigten Rückzugs von Lucasfilm sprach Kathleen Kennedy nun in einem Interview über die Hintergründe – und brachte dabei die Reaktionen der Fangemeinde ins Spiel.

Kennedy: Online-Negativität der "Star Wars" Fans habe Johnson abgeschreckt

Im Gespräch erklärte Kennedy, dass Johnson nach seinem Netflix-Deal und der Arbeit an den Knives-Out-Filmen über längere Zeit stark eingebunden gewesen sei. Darüber hinaus glaubt sie, dass die teils extreme Online-Kritik an Die letzten Jedi eine Rolle gespielt habe. Ihrer Einschätzung nach habe Johnson einen der besten Star-Wars-Filme gedreht und sei durch die anhaltende Negativität im Netz letztlich vergrault worden. Generell, so Kennedy, seien viele Filmschaffende eingeschüchtert, wenn sie sich mit dem Franchise befassen, weil sie wüssten, wie heftig die Reaktionen ausfallen können.

Dass der Umgangston innerhalb der Community mitunter problematisch ist, lässt sich kaum bestreiten. Schon in früheren Phasen der Reihe wurden Beteiligte Ziel massiver Anfeindungen – ein Muster, das sich bis in jüngere Produktionen fortgesetzt hat.

Rian Johnson sieht das völlig anders

Rian Johnson selbst reagierte allerdings denkbar gelassen auf diese Einschätzung. Als Antwort auf einen entsprechenden Artikel kommentierte er auf X schlicht: „lol, null verschreckt, sorry“. Eine klare Absage an die These, er habe sich aus Angst vor Fanreaktionen zurückgezogen.

Bereits im Dezember 2025 hatte Johnson zudem in einem Interview betont, dass er sich der Kontroversen rund um Star Wars sehr bewusst gewesen sei. Gerade als Fan der Reihe habe er es für notwendig gehalten, Erwartungen herauszufordern, statt das Franchise mit Vorsicht zu behandeln. Für ihn sei es sogar eine zentrale Eigenschaft der Reihe, Diskussionen auszulösen und Fans zu spalten – etwas, das schon frühere Filme wie Das Imperium schlägt zurück getan hätten.

lol zero spooked, sorry https://t.co/1gWREzKxAO

— Rian Johnson (@rianjohnson) January 17, 2026

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