Bildnachweis: © Warner | Szene aus "Reminiscence: Die Erinnerung stirbt nie"

"Killing Satoshi" sorgt für Wirbel: Neuer Thriller des "Road House"-Regisseurs über Bitcoin-Erfinder setzt auf KI-Drehorte

von Sebastian Groß

Der neue Thriller Killing Satoshi sorgt schon vor Drehbeginn für Diskussionen. Regie führt , bekannt für populäre Filme wie Die Bourne Identität, Edge of Tomorrow oder zuletzt das Road House-Remake. Doch diesmal steht weniger die Handlung im Mittelpunkt als die Technik: Wie das Branchenmagazin Variety berichtet, soll der Film komplett vor digitalen Hintergründen entstehen – gedreht auf einer sogenannten markerlosen Performance-Capture-Bühne. Klassische Außendrehs sind nicht geplant.

Dreharbeiten komplett mit KI-Hintergründen

Konkret bedeutet das: Künstliche Intelligenz erstellt Kulissen und Umgebungen. Darüber hinaus kann die Technik laut Bericht sogar Mimik, Lippenbewegungen und Körperhaltung der Darsteller*innen nachträglich anpassen. Ziel sei es, Nachdrehs zu vermeiden und Produktionskosten zu senken. Für die Filmbranche ist das ein bemerkenswerter Schritt, denn bislang wurde KI vor allem für visuelle Effekte oder kleinere Optimierungen eingesetzt – nicht jedoch für eine vollständig digitale Umgebung ohne reale Schauplätze.

Produzent Ryan Kavanaugh versucht, die Wogen zu glätten. Er betont, es würden keine komplett künstlich erzeugten Schauspieler*innen eingesetzt. Die Technologie diene lediglich als Werkzeug, um Abläufe effizienter zu gestalten und Arbeitsplätze zu sichern. Dennoch dürfte das Projekt die Debatte über KI in Hollywood weiter anheizen – gerade vor dem Hintergrund vergangener Streiks und laufender Tarifverhandlungen in der US-Filmindustrie.

In den Hauptrollen spielen (A Ghost Story) und (Dumb Money - Schnelles Geld) . Gedreht wird von Ende Februar bis März im Vereinigten Königreich. Das Drehbuch stammt von Nick Schenk (Gran Torino). Erzählt wird die Geschichte eines geheimen Netzwerks, das verhindern will, dass die Wahrheit über den Bitcoin-Erfinder ans Licht kommt.

Wer steckt hinter Bitcoin?

Im Zentrum steht die bis heute unbekannte Figur Satoshi Nakamoto. Seit der Einführung von Bitcoin im Jahr 2009 gilt der Name als Pseudonym. Schätzungen zufolge kontrolliert Nakamoto rund eine Million Bitcoin – ein Vermögen in Milliardenhöhe. Ob es sich um eine Einzelperson oder eine Gruppe handelt, ist bis heute unklar. Genau dieses Rätsel bildet die Grundlage für den Thriller, der Finanzwelt, Machtfragen und digitale Technologien miteinander verknüpft.

Noch hat das Projekt keinen Starttermin, es dürfte aber in den nächsten Monaten gewiss für weiteren Gesprächsstoff sorgen. Ähnlich wie eine deutsche Produktion, die ebenfalls stark auf KI setzen wird. Mehr dazu hier.

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