Bildnachweis: © Lionsgate | Behind-the-Scenes von "Die Passion Christi"

Kirchen-Skandal um Mel Gibson: Hollywood-Star holt umstrittenen Ex-Erzbischof als Berater für "Die Passion Christi 2"

von Sebastian Groß

Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem kontrovers diskutierten Kinoerfolg Die Passion Christi (2004) treibt Mel Gibson sein nächstes religiöses Großprojekt voran. Die Arbeiten am Zweiteiler Die Passion Christi: Auferstehung laufen derzeit in Italien – und eine Personalie sorgt schon während der Produktion für internationale Schlagzeilen.

Gibson lässt sich von Ex-Bischof beraten, der den Papst "Diener Satans" nannte

Nach übereinstimmenden Berichten italienischer Medien wird Gibson bei seinem neuen Film von Carlo Maria Viganò beraten. Der ehemalige Botschafter des Vatikans in den Vereinigten Staaten war 2024 aus der katholischen Kirche ausgeschlossen worden, nachdem er die Autorität von Papst Franziskus öffentlich zurückgewiesen hatte (er nannte den mittlerweile verstorbenen Papst "einen Diener Satans"). Zudem hatte Viganò das Zweite Vatikanische Konzil grundsätzlich infrage gestellt und sich wiederholt mit scharfer Kritik am amtierenden Pontifex zu Wort gemeldet.

Obwohl er exkommuniziert wurde, darf Viganò seinen kirchlichen Titel weiterhin führen. Berichten zufolge soll er bei Außendrehs in Mittel- und Süditalien anwesend gewesen sein. Zu den Drehorten zählt erneut Matera, dessen historische Felsenwohnungen bereits als Schauplatz für Gibsons Film aus dem Jahr 2004 dienten. Aufnahmen in sozialen Netzwerken zeigen Regisseur und Geistlichen gemeinsam am Set.

Welche konkrete Rolle Viganò inhaltlich einnimmt, ist bislang nicht offiziell erläutert worden. Klar ist jedoch, dass Gibson ihm bereits in der Vergangenheit öffentlich Rückendeckung gegeben hatte. Die Zusammenarbeit dürfte daher über eine rein symbolische Geste hinausgehen, auch wenn Details zur Ausgestaltung der Beratung offenbleiben.

Großproduktion mit neuer Besetzung

Gedreht wird unter anderem in den römischen Cinecittà Studios, wo für die Produktion eigens neue Studioflächen genutzt werden. Im Gegensatz zum Vorgänger wurde die zentrale Besetzung vollständig neu zusammengestellt. Der finnische Darsteller  (The Last Kingdom) übernimmt die Rolle Jesu und folgt damit auf Sound of Freedom-Star , der vor über 20 Jahren den Sohn Gottes verkörperte und die Rolle - trotz anfänglicher Berichte - nicht nochmal spielen wird. 

Auch die Rollen von Maria Magdalena () und Maria () wurden neu vergeben. Der bekannteste Darsteller im Cast dürfte Riccardo Scamarcio (bekannt aus John Wick: Kapitel 2 oder A Haunting in Venice) sein, der Pontius Pilatus spielt und damit ebenfalls die Rolle neu übernimmt.

Das ursprüngliche Werk, Die Passion Christi, spielte weltweit rund 610 Millionen US-Dollar ein und zählt bis heute zu den kommerziell erfolgreichsten Independent-Produktionen. Die Fortsetzung wird in zwei Teilen erscheinen; beide Filme sind für 2027 angekündigt. Inhaltlich soll der Fokus auf den Ereignissen rund um die Auferstehung Jesu liegen, weitere Details hält das Team bislang zurück. Für das gebeutelte Studio Lionsgate gilt Die Passion Christi: Auferstehung als einer der größten Titel der nächsten Monate- neben Die Tribute von Panem: Der Tag bricht an zu dem ihr hier den ersten Trailer sehen könnt.

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Die Spiele gehen weiter: Der erste Trailer zu "Die Tribute von Panem: Der Tag bricht an": moviebreak.de

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