Tom Hanks erweitert seine Galerie realer Persönlichkeiten um eine der prägendsten Figuren der US-Geschichte. Wie das Branchenmagazin Deadline berichtet, übernimmt der Schauspieler die Hauptrolle in Lincoln In The Bardound wird darin Abraham Lincoln verkörpern.
Für Hanks ist es ein weiterer Ausflug in die Biografie bedeutender Persönlichkeiten. In Saving Mr. Banks spielte er Walt Disney, in Der wunderbare Mr. Rogers wurde er zu TV-Ikone Fred Rogers, und in Bridge of Spies – Der Unterhändler stand er als Anwalt James B. Donovan vor der Kamera. Einen US-Präsidenten hat er bislang jedoch noch nie dargestellt.
Lincoln: Bekannter Stoff, neuer Ansatz
Abraham Lincoln wurde bereits 2012 prominent fürs Kino aufgearbeitet: In Lincolnübernahm Daniel Day-Lewis die Rolle des 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Mit Lincoln In The Bardo wird die historische Figur nun erneut ins Zentrum eines größeren Filmprojekts rücken – allerdings mit einem deutlich anderen erzählerischen Ansatz.
Das steckt hinter "Lincoln In The Bardo"
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestsellerroman von George Saunders, der auch das Drehbuch zur Adaption verfassen wird. Regie führt Duke Johnson, der als Co-Regisseur des Animationsfilms Anomalisabekannt wurde.
Die Verfilmung setzt auf eine ungewöhnliche Mischung aus Live-Action und Stop-Motion-Elementen. Tom Hanks wird in den Realfilm-Sequenzen als Lincoln zu sehen sein, während andere Teile der Geschichte animiert umgesetzt werden. Diese Kombination soll es ermöglichen, besonders intime und emotionale Momente visuell eigenständig zu erzählen.
Im Zentrum steht Lincolns Trauer um seinen kurz zuvor verstorbenen elfjährigen Sohn. Der Stoff widmet sich Themen wie Verlust, Liebe und Vergänglichkeit und verbindet historische Figuren mit fiktionalen Elementen. Statt eines klassischen Biopics deutet sich damit eine atmosphärische und formal eigenständige Auseinandersetzung mit einer Schlüsselfigur der amerikanischen Geschichte an. Ein konkreter Starttermin für Lincoln In The Bardo steht bislang noch aus.