Nach mehreren finanziellen Rückschlägen und enttäuschenden Kritiken steht Sonys Live-Action-Universum rund um Spider-Man-Nebenfiguren offenbar vor einem grundlegenden Umbruch. Das Studio plant einen Neustart seiner bislang eigenständig entwickelten Marvel-Spin-offs und will zentrale Figuren in neuer Form zurück auf die Leinwand bringen.
Sony bestätigt Reboot des Live-Action-Universums
In einem Gespräch im Podcast The Town hat Sony-Chef Tom Rothman eingeräumt, dass das Studio an einer Neuaufstellung seiner Spider-Man-Ableger arbeitet. Auf Nachfrage stellte er klar, dass man zu bekannten Charakteren „zurückkehren“ werde – allerdings mit einer frischen kreativen Ausrichtung und neuen Beteiligten vor wie hinter der Kamera. Konkrete Projekte, Zeitpläne oder Besetzungen nannte er nicht.
Damit dürfte das bisherige, lose verbundene Filmgeflecht faktisch beendet sein. Produktionen wie Morbius (2020), Madame Web (2022) oder Kraven the Hunter (2023) konnten weder an den Kinokassen noch bei Kritiker*innen überzeugen. Während einzelne Titel kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugten, ließ das Publikumsinteresse spürbar nach. Branchenberichte – hier zu lesen – bezifferten die Verluste der Reihe bereits vor dem Kinostart von Kraven the Hunter auf mehrere Hundert Millionen Dollar.
Intern wurden strukturelle Probleme diskutiert. Demnach fehlte es an einer übergeordneten kreativen Linie, die Figuren und Tonalität zusammenführt. Statt eines klar definierten Universums entstand eine Reihe voneinander isolierter Projekte, deren Qualität stark schwankte. Das Resultat war eine zunehmende Skepsis beim Publikum gegenüber weiteren Ablegern.
Rechte sichern, Marke neu positionieren
Der Neustart ist nicht nur eine Reaktion auf wirtschaftliche Ergebnisse, sondern auch eine strategische Notwendigkeit. Sony besitzt die Filmrechte an Spider-Man und muss regelmäßig Produktionen realisieren, um diese zu behalten. Ein Reboot bietet dem Studio die Möglichkeit, die Marke neu zu positionieren und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, ohne vollständig auf die bekannten Figuren zu verzichten.
Wie umfassend dieser Neuanfang ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Ob einzelne Charaktere neu besetzt, erzählerische Ansätze radikal verändert oder mehrere Projekte parallel entwickelt werden, ist derzeit offen. Klar ist lediglich: Sony plant einen deutlichen Kurswechsel – und setzt erneut auf das Spider-Man-Umfeld als zentrales Standbein seiner Kinostrategie. Zu dieser Strategie könnte auch der neue Venom-Film gehören (mehr Details dazu hier).
Nicht nur wird sind gespannt, ob das Studio es jetzt besser macht, oder ob die vorherigen Fehlschläge so riesig waren, dass auf dieser verbrannten Erde nichts mehr wächst. klar sollte aber sein, das Franchise rund um Spidey ist immer noch eines der größten und beliebtesten.Das zeigt sich auch daran, dass Serien wie Spider-Man: Noir mit Nicolas Cage produziert werden. Hier der erste Trailer: