Bildnachweis: © Prime Video | Szene aus "Spider-Noir"

Mehr als nur eine Staffel? Nicolas Cages "Spider-Noir" könnte länger im Einsatz bleiben

von Thomas Repenning

2026 entwickelt sich zum Ausnahmejahr für Spider-Man-Fans. Auf der Kinoleinwand kehrt Tom Holland in Spider-Man: Brand New Day ins MCU zurück, im TV folgt mit Your Friendly Neighborhood Spider-Man Staffel 2 die nächste animierte Inkarnation des Netzschwingers. Doch besonders neugierig macht ein anderes Projekt: Spider-Noir.

Die Live-Action-Serie von Prime Video und MGM+ bringt die düstere Variante des Helden erstmals in Realform auf den Bildschirm – mit  in der Hauptrolle. Und wie nun angedeutet wurde, könnte das Noir-Experiment mehr als nur eine Staffel umfassen.

Vom Fanliebling zur eigenen Serie

Spider-Noir wurde für viele Zuschauer erstmals in Spider-Man: Into the Spider-Verse zum Highlight – dort noch als von Nicolas Cage gesprochene Animationsfigur. Die Serie geht nun einen Schritt weiter und verlegt die Figur in ein hartgesottenes, von Film-noir-Ästhetik geprägtes 1930er-Jahre-New-York.

Showrunner sind Oren Uziel und Steve Lightfoot, während die Spider-Verse-Macher Phil Lordund Christopher Miller als Executive Producer an Bord bleiben. In Interviews zeigten sich beide begeistert vom bisherigen Material – insbesondere vom Tonfall und von Cages Interpretation der Figur.

Cage selbst brachte eine zentrale Idee in die Entwicklung ein: Er wolle die Figur „wie eine Spinne spielen, die vorgibt, ein Mensch zu sein“. Dieser Ansatz prägt offenbar das psychologische Fundament der Serie.

Ben Reilly statt Peter Parker

Eine der spannendsten Änderungen betrifft die Identität des Helden. In Spider-Noir steht nicht Peter Parker im Zentrum, sondern Ben Reilly – eine Figur, die in den Comics oft mit Klon-Thematik und Identitätsfragen verbunden ist.

Die Serie zeigt Reilly als vom Leben gezeichneten Privatdetektiv, der seine Vergangenheit als Superheld „The Spider“ hinter sich gelassen hat. Eine persönliche Tragödie hat ihn aus der Bahn geworfen. Erst ein außergewöhnlicher Fall zwingt ihn dazu, erneut in Aktion zu treten – als einziger Superheld in einer düsteren Metropole.

Lord beschreibt die Figur als radikalen Außenseiter, der in der Öffentlichkeit beinahe eine Rolle spielen muss. Teilweise studiere er sogar Schauspieler im Kino, um menschliches Verhalten nachzuahmen – ein Detail, das den inneren Konflikt zwischen Mensch und Spinne weiter zuspitzt.

Staffel 2 nicht ausgeschlossen

Offiziell wurde eine zweite Staffel noch nicht bestätigt. Doch die positiven Stimmen aus dem Kreativteam und die langfristige Einbindung von Lord und Miller legen nahe, dass Spider-Noir als größeres Serienprojekt gedacht sein könnte.

Ob sich das Noir-Spin-off neben den anderen Spider-Man-Projekten behaupten kann, wird sich spätestens mit dem Serienstart zeigen. Klar ist aber schon jetzt: Diese Version des Netzschwingers will weniger Superhelden-Glanz und mehr Schatten, Zigarettenrauch und existenzielle Selbstzweifel.

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