Die Rush Hour-Reihe könnte nach fast zwei Jahrzehnten erneut auf die Kinoleinwand zurückkehren. Die Reihe, die zwischen 1998 und 2007 mit Jackie Chan und Chris Tucker große internationale Erfolge feierte, wird aktuell offenbar wieder als Filmprojekt diskutiert. Beide Hauptdarsteller sollen dabei erneut für eine Fortsetzung vorgesehen sein, auch wenn konkrete Produktionsschritte bislang nicht offiziell bestätigt wurden.
Geplante China-Reise rückt Filmprojekt in politisches Umfeld
Besondere Aufmerksamkeit erhält das Vorhaben durch eine geplante Reise nach China. Laut Berichten soll Regisseur Brett Ratner gemeinsam mit FIFA-Friedenspreisträger Donald Trump und Elon Musk an einem hochrangigen Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping teilnehmen. Im Rahmen dieses Besuchs seien nicht nur politische und wirtschaftliche Gespräche vorgesehen, sondern auch konkrete Filmaktivitäten im Zusammenhang mit Rush Hour 4.
Demnach wollen Ratner und Trump während des Aufenthalts potenzielle Drehorte begutachten und sich zudem mit möglichen Beteiligten aus Cast und Crew austauschen. Dass ein Hollywood-Projekt dieser Art in ein politisch derart aufgeladenes Umfeld eingebettet wird, sorgt in der Branche bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit und Fragen nach der klaren Trennung zwischen Filmentwicklung und geopolitischen Interessen.
Regisseur Ratner plant mit "Rush Hour 4" sein Comeback
Ratner ist spätestens seit seiner Doku über First Lady Melania Trump ein gern gesehener Gast im Weißen Haus. Der Film floppte in den Kinos zwar, aber brachte den Beteiligten und Macher*innen dank eines Deals mit Amazon wohl dennoch einen guten Gewinn ein. Sollte Rush Hour 4 Realität werden, wäre es der erste Spielfilm von Ratner seit Hercules von 2014! Die lange Pause erklärt sich vor allem durch die Folgen der #MeToo-Vorwürfe ab 2017, nach denen sich große Teile der Hollywood-Industrie von ihm distanzierten und Projekte nicht mehr umgesetzt wurden. Seitdem blieb er weitgehend ohne klassische Studioarbeiten aktiv.
Auch abseits der Reisepläne bleibt vieles unklar. Zwar ist von möglichen Dreharbeiten im kommenden Jahr die Rede, doch verbindliche Zusagen oder Studioentscheidungen wurden bislang nicht kommuniziert. Ebenso stehen Details zu Finanzierung, endgültiger Besetzung und Drehstruktur weiterhin aus.
Damit bewegt sich Rush Hour 4 derzeit vor allem im Spannungsfeld zwischen nostalgischer Markenreaktivierung und ungewöhnlichen äußeren Einflussfaktoren. Ob daraus tatsächlich ein konkreter Kinofilm entsteht, hängt nun weniger von kreativen Fragen allein ab, sondern zunehmend auch von politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.