Bildnachweis: © HBO Max | Werbemotiv zu "Mel Brooks: The 99 Year Old Man!"

Happy Birthday, Mel Brooks: Die Hollywood-Legende wird 100 Jahre alt!

von Sebastian Groß

Mel Brooks wird 100 Jahre alt – und Hollywood feiert einen der wichtigsten und einflussreichsten Komiker, Regisseure und Autoren der Filmgeschichte. Kaum jemand hat die Kinokomödie so geprägt wie der US-Amerikaner, der mit seinen Parodien ganze Genres liebevoll aufs Korn nahm und dabei immer wieder neue Maßstäbe setzte.

Geboren wurde Mel Brooks am 28. Juni 1926 in Brooklyn, New York. Schon früh zog es ihn in die Unterhaltungsbranche. Zunächst arbeitete er als Autor für Fernsehshows, bevor er sich im Filmgeschäft etablierte. Der große Durchbruch gelang ihm 1967 mit Frühling für Hitler (OT: The Producers). Die satirische Komödie brachte ihm später sogar einen Oscar für das beste Originaldrehbuch ein und legte den Grundstein für eine Karriere, die das Kino nachhaltig verändern sollte.

Der Start einer Comedy-Legende

In den 1970er-Jahren folgte der endgültige Aufstieg zur Comedy-Ikone. Mit Filmen wie Der Wilde Wilde Westen (1974) und Frankenstein Junior (1974) zeigte Brooks, wie weit sich Humor im Kino treiben lässt, ohne den Respekt vor dem Medium zu verlieren. Besonders seine Westernparodie sorgte damals für Diskussionen, wurde aber schnell zu einem Klassiker.

Auch im Bereich der Genre-Parodie wurde Mel Brooks zur prägenden Figur. Mit Spaceballs (1987) nahm er Science-Fiction-Blockbuster aufs Korn, während er mit Robin Hood - Helden in Strumpfhosen (1993) das Abenteuerkino parodierte. Sein Stil war dabei unverwechselbar: laut, überdreht, voller Wortspiele und bewusst überzeichneter Figuren. Brooks selbst sagte einmal über seine Arbeit: „„Comedy ist, wenn du in eine offene Kloake fällst und stirbst“  – ein typischer Hinweis auf seinen schwarzen, oft absurden Humor.

Einfluss auf Hollywood: Warum selbst David Lynch und David Cronenberg ihn schätzten

So unterschiedlich ihre Filme auch sind, Mel Brooks spielte auch für zwei der eigenwilligsten Regisseure des modernen Kinos eine überraschend wichtige Rolle: und . Beide haben tatsächlich direkt mit Brooks gearbeitet – Cronenberg etwa als Regisseur von Die Fliege (1986), das im Rahmen von Brooks’ Produktionsfirma Brooksfilms entstand, ebenso wie Der Elefantenmensch (1980) von Lynch, den Brooks als Produzent unterstützte.

Gerade diese Zusammenarbeit zeigt, wie breit Mel Brooks’ filmisches Interesse tatsächlich war. Während Cronenberg in Die Fliege seinen Body-Horror konsequent ausarbeiten konnte und Lynch in Der Elefantenmensch eine der emotional eindringlichsten Arbeiten seiner frühen Karriere realisierte, ermöglichte Brooks beiden Projekten den Raum, den sie in Hollywood sonst möglicherweise nicht bekommen hätten. Beide Filme stehen stilistisch zwar weit entfernt von Brooks’ eigenen Komödien, zeigen aber, wie offen er für ungewöhnliche Stoffe und radikale Handschriften war.

Mel Brooks und sein Vermächtnis in Hollywood

Trotz aller Übertreibung blieb seine Liebe zum Kino stets spürbar. Viele seiner Filme funktionieren nicht nur als Parodien, sondern auch als Hommage an die Werke, die sie aufs Korn nehmen. Genau dieser Spagat machte ihn einzigartig in Hollywood.

Auch in späteren Jahren blieb Brooks aktiv und wurde für sein Lebenswerk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem EGOT-Status (Emmy, Grammy, Oscar und Tony Award). Seine Werke beeinflussten zahlreiche Generationen von Comedians und Filmemacher*innen.

Mit 100 Jahren blickt Mel Brooks auf eine Karriere zurück, die nicht nur von Erfolgen, sondern vor allem von Kreativität und Mut geprägt ist. Sein Einfluss auf die Filmkomödie ist bis heute spürbar – und seine Filme bleiben ein fester Bestandteil der Popkultur. Mit Spaceballs 2 wird nächsten Sommer einer seiner beliebtesten Parodien endlich fortgesetzt werden. Wir sind gespannt und sagen nun erst einmal nur

Happy Birthday, Mr. Brooks.

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