Bildnachweis: © Paramount | © Warner

Paramount und Warner Bros.: US-Bundesstaaten klagen gegen geplante Milliarden-Fusion

von Sebastian Groß

Die geplante Übernahme von Warner durch Paramount steht vor einer neuen Herausforderung. Zwölf US-Bundesstaaten haben eine Klage eingereicht, um den Zusammenschluss der beiden Hollywood-Konzerne zu verhindern. Der geplante Deal hat ein Volumen von rund 111 Milliarden US-Dollar und wurde zuvor bereits vom US-Justizministerium genehmigt. Die Bundesstaaten sehen darin jedoch eine Gefahr für den Wettbewerb in der Unterhaltungsbranche.

Kritik an zu viel Macht für ein neues Hollywood-Unternehmen

Angeführt wird die Klage von Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta. Unterstützt wird sie von den Bundesstaaten Arizona, Colorado, Connecticut, Massachusetts, Minnesota, Nevada, New Jersey, New Mexico, New York, Oregon und Washington. Die Kläger berufen sich auf das US-Kartellrecht und argumentieren, dass durch die Fusion eines der größten Medienunternehmen der Welt entstehen würde.

Besonders kritisch sehen die Bundesstaaten die möglichen Auswirkungen auf den Kinomarkt, große Filmveröffentlichungen und das klassische Fernsehen. Nach ihrer Einschätzung könnte das neue Unternehmen künftig einen erheblichen Anteil an wichtigen Bereichen der Branche kontrollieren. Dadurch könnten weniger Filme entstehen, die Auswahl für Zuschauer sinken und die Preise für Inhalte steigen.

Paramount verteidigt den Zusammenschluss und sieht darin eine Möglichkeit, im internationalen Wettbewerb stärker zu werden. Das Unternehmen argumentiert, dass ein größeres Medienunternehmen besser gegen Streaming-Anbieter wie Netflix, Disney und Amazon bestehen könne. Paramount-Chef David Ellison erklärte zudem, dass das Unternehmen weiterhin stark in Filme und Serien investieren wolle und jährlich mindestens 30 Kinofilme veröffentlichen werde.

Paramount hält trotz Klage an Fusion fest

Die Klage der Bundesstaaten erfolgt, obwohl die US-Regierung den Zusammenschluss bereits geprüft und freigegeben hatte. Das Justizministerium war zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass die Fusion keine wesentlichen Nachteile für den Wettbewerb in den Bereichen Kino, Streaming oder Fernsehen erwarten lasse. Die Bundesstaaten wollen nun mit einer einstweiligen Verfügung verhindern, dass der Deal abgeschlossen wird. Paramount plant derzeit weiterhin, die Übernahme nach dem 22. Juli offiziell abzuschließen.

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