Bildnachweis: © Warner | Werbemotiv zu "Barbie"

"Barbie" war ein 1,5-Milliarden-Dollar-Hit – warum gibt es noch kein Sequel?

von Sebastian Groß

Barbie war 2023 nicht nur einer der erfolgreichsten Filme des Jahres, sondern entwickelte sich zu einem weltweiten Popkultur-Phänomen. Rund 1,5 Milliarden US-Dollar spielte die Verfilmung ein und wurde mit acht Oscar-Nominierungen ausgezeichnet, darunter in der Kategorie „Bester Film“. Eine Fortsetzung liegt für Warner daher nahe – doch aktuell steht das Studio vor einem Wettlauf gegen die Zeit.

Warner muss sich mit Greta Gerwig, Margot Robbie und Ryan Gosling einigen

Der Grund für die schwierige Situation liegt in der ursprünglichen Planung des Films.  (Regie und Buch), Margot Robbie (Hauptdarstellerin und Produzent) und Ryan Gosling (Ken) hatten für Barbie keine verpflichtenden Vereinbarungen abgeschlossen, die ihre Rückkehr für einen zweiten Teil sichern. Während Studios bei großen Reihen normalerweise frühzeitig entsprechende Verträge abschließen, wurde bei Barbie darauf verzichtet.

Wie The New York Times berichtet, gibt es bislang keine Einigung mit dem Trio. Sollte Warner bis Dezember keine Verträge abschließen, könnten die Rechte an der Marke wieder an Mattel zurückgehen. Das würde bedeuten, dass ein zukünftiger Barbie-Film ohne die bisherigen Figuren, Ideen und Beteiligten neu entwickelt werden müsste.

Offenbar gibt es hinter den Kulissen aber inzwischen Bewegung. Nachdem Gerwig und Robbie lange Zweifel an einer Fortsetzung geäußert hatten, soll die Regisseurin gemeinsam mit ihrem Ehemann und Schreibpartner Noah Baumbach mittlerweile eine Idee für Barbie 2 entwickelt haben. Das Duo sei bereit, mit der Arbeit am Drehbuch zu beginnen – allerdings erst, wenn die Vertragsfragen geklärt sind. Die bislang geheim gehaltene Geschichte könnte dabei ein wichtiger Trumpf in den Verhandlungen sein.

20 Millionen Dollar für Ryan Gosling: "Barbie 2" wird zur Kostenfrage

Die Gespräche zwischen Warner und den Beteiligten laufen bereits seit Monaten. Besonders die finanziellen Vorstellungen sorgen offenbar für Spannungen. Ryan Gosling soll eine Gage von 20 Millionen US-Dollar sowie eine Beteiligung an den Einnahmen erhalten wollen. Warner-Chef David Zaslav soll die aktuellen Forderungen jedoch als zu hoch bewerten und die Angebote bislang nicht freigegeben haben.

Selbst bei einer Einigung würde die Rückkehr von Barbie und Ken noch einige Jahre auf sich warten lassen. Ein Kinostart wäre laut aktuellen Einschätzungen frühestens 2029 oder sogar erst 2030 realistisch. Bis dahin entscheidet sich, ob Warner die Erfolgsgeschichte mit dem Originalteam fortsetzen kann – oder ob „Barbie“ bei einem anderen Studio einen kompletten Neustart erlebt.

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