Nicholas Hoult wird Gilderoy Lockhart in der kommenden HBO-Neuauflage von Harry Potter nun doch nicht spielen. Der Schauspieler, dessen Besetzung erst vor wenigen Tagen bekannt geworden war, hat das Projekt wieder verlassen. Nach Angaben seines Umfelds sind Terminkonflikte der Grund für die Entscheidung. Ersatz ist bereits gefunden: Game of Thrones-Star Kit Harington springt für Hoult ein.
Nicholas Hoult verlässt Hogwarts bevor er überhaupt angekommen ist
Hoults Verpflichtung hatte zuletzt auch deshalb für Diskussionen gesorgt, weil die Serie unter der kreativen Beteiligung von J.K. Rowling entsteht. Die Autorin steht wegen ihrer öffentlichen Äußerungen zu Transgender-Themen seit Jahren in der Kritik. Einige Fans des Schauspielers äußerten deshalb online Unverständnis über seine Beteiligung an dem Franchise. Ob diese Reaktionen Einfluss auf Hoults Entscheidung hatten, ist nicht bekannt. Als offizieller Grund wurden ausschließlich Terminprobleme genannt.
Mit Harington übernimmt nun ein Schauspieler, der vor allem durch Game of Thrones weltweite Bekanntheit erlangte. Welche Auswirkungen der kurzfristige Wechsel auf den Produktionsplan hat, ist derzeit offen. HBO hat sich zu den Hintergründen von Hoults Ausstieg bislang nicht ausführlicher geäußert. Auch ist nicht bekannt, welche konkreten Verpflichtungen mit den Dreharbeiten kollidiert haben sollen. Die Rolle des xxxxxx wird wohl erst in der zweiten Staffel vorkommen, die auf Harry Potter und die Kammer des Schreckens basiert. Im Kinofilm von 2002 spielte Kenneth Branagh den Part.
Die Kontroverse um Rowling
Die Diskussion um die Beteiligung Rowlings begleitet die neue Serie bereits seit ihrer Ankündigung. Schauspieler Pedro Pascal sprach sich öffentlich gegen Projekte aus dem Potter-Universum aus und kritisierte Rowlings Positionen scharf. Auch Regisseur Chris Columbus erklärte, nicht erneut mit der Autorin zusammenarbeiten zu wollen. Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint, die Stars der ursprünglichen Filmreihe, haben sich ebenfalls öffentlich von Rowlings Äußerungen zu trans Menschen distanziert.
Trotz der anhaltenden Debatte setzt HBO große Hoffnungen in die Neuauflage. Die Geschichte soll diesmal über sieben Staffeln erzählt werden, die sich jeweils einem der sieben Romane widmen. Das Projekt gilt als eine der aufwendigsten Serienproduktionen des Senders; für die gesamte Laufzeit wird ein Budget von rund zwei Milliarden US-Dollar erwartet. Mit dem Wechsel von Hoult zu Harington steht nun allerdings bereits vor dem Start der Serie eine weitere personelle Veränderung im Mittelpunkt.