Eigentlich sah vieles nach einer Zukunft für Spider-Noir aus: Starke Kritiken, elf Emmy-Nominierungen und Milliarden gestreamte Minuten. Trotzdem zieht Prime Video überraschend den Stecker. Die Marvel-Serie mit Nicolas Cage wird keine zweite Staffel erhalten und endet damit nach lediglich acht Episoden.
Gute Zahlen retten "Spider-Noir" nicht
An mangelnder Anerkennung dürfte die Entscheidung kaum gelegen haben. Spider-Noir kommt bei Rotten Tomatoes auf 92 Prozent positive Kritiken und wurde für elf Emmys nominiert – mehr als jede andere Prime-Video-Produktion in diesem Jahr. Nielsen registrierte zudem innerhalb der ersten sechs Wochen rund 2,6 Milliarden gestreamte Minuten.
Für Cage war die Serie gleichzeitig eine Premiere: Er übernahm erstmals eine reguläre Hauptrolle im Fernsehen. Als Ben Reilly spielte er einen abgehalfterten Privatdetektiv im New York der 1930er-Jahre, der nach einer persönlichen Tragödie mit seiner Vergangenheit als einziger Superheld der Stadt konfrontiert wird. Die Serie konnte bei Prime Video sowohl in Farbe als auch komplett in Schwarz-Weiß angesehen werden.
Sonys Spider-Man-Universum soll trotzdem im Fernsehen weiterleben
Spider-Noir war die erste tatsächlich veröffentlichte Serie aus der Vereinbarung zwischen Amazon und Sony Pictures Television, gemeinsam Projekte mit Figuren aus Sonys umfangreichem Spider-Man-Katalog zu entwickeln. Ein zuvor geplantes Projekt namens Silk: Spider Society wurde noch vor seiner Umsetzung eingestellt.
Das bedeutet allerdings nicht das Ende der Zusammenarbeit. Eine zweite Serie aus dem Sony-Marvel-Kosmos befindet sich bereits in Entwicklung und soll demnächst offiziell vorgestellt werden. Für Nicolas Cages Spider-Noir ist dagegen nach nur einer Staffel endgültig Schluss.