Was passiert, wenn sich Täter und Opfer Jahre nach einer Tragödie wieder gegenüberstehen? Dieser Frage widmet sich Atonement, das neue Drama von Regisseur Reed Van Dyk. Im Mittelpunkt des auf einer wahren Geschichte basierenden Films stehen die Folgen des Irakkriegs, Schuld und die schwierige Suche nach Vergebung.
Der erste Trailer zeigt Boyd Holbrook, Hiam Abbass und Kenneth Branagh in den Hauptrollen.
Eine Familie gerät zwischen die Fronten
Zu Beginn des Irakkriegs wird die Familie Khachaturian durch eine US-Militäroperation aus ihrem Zuhause vertrieben und findet zunächst bei Verwandten Unterschlupf. Als in der Nähe erneut Bomben einschlagen, beschließt die Familie, quer durch Bagdad in ihr eigenes Haus zurückzukehren.
Auf den vom Krieg gezeichneten Straßen geraten sie zwischen US-Marines und Aufständische. Eine innerhalb von Sekunden getroffene Entscheidung des Soldaten Lou (Boyd Holbrook) hat verheerende Konsequenzen für die Familie. Jahre später wird Lou noch immer von den Ereignissen verfolgt. Mithilfe eines Journalisten versucht er, Kontakt zu Mariam (Hiam Abbass), der Matriarchin der Familie, und den Überlebenden aufzunehmen.
Eine wahre Geschichte als Grundlage für "Atonement"
Van Dyk ließ sich von einem 2012 im New Yorker veröffentlichten Artikel von Dexter Filkins inspirieren. Der Journalist brachte darin einen amerikanischen Irakkriegsveteranen mit einer Familie zusammen, deren Angehörige von dessen Einheit getötet worden waren. Für den Film wurde Filkins zur fiktiven Figur Michael Reid, die von Kenneth Branagh verkörpert wird.
Atonement feiert seine Premiere als Gala Presentation beim Toronto International Film Festival. In den USA bringt Kino Lorber das Kriegsdrama am 2. Oktober 2026 heraus. Ein deutscher Veröffentlichungstermin ist bislang nicht bekannt.