Bildnachweis: © The Stone Quarry | Szene aus "The Last Photograph"

Totales Debakel bei Weltpremiere: Besucher zerreißen Zack Snyders "Apocalypse Now"

von Sebastian Groß

The Last Photograph von Zack Snyder hat bei seiner Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival (TIFF) für heftige Reaktionen gesorgt. Zahlreiche Festivalbesucher*innen äußerten sich sehr negativ über das Drama, einige bezeichneten es sogar als einen der schlechtesten Filme, die jemals beim TIFF gezeigt wurden. Eine reguläre Pressevorführung gab es allerdings nicht. Kritiker*innen mussten sich selbst um ein Ticket bemühen, weshalb in den kommenden Tagen vermutlich nur wenige professionelle Besprechungen erscheinen werden.

Kein Verleih für Snyders "Apocalypse Now"

Die ungewöhnliche Behandlung der Premiere hängt offenbar auch damit zusammen, dass The Last Photograph bislang keinen Verleih gefunden hat. Snyder finanzierte das Projekt unabhängig und versuchte zunächst, einen Abnehmer zu finden, bevor der Film auf einem Festival gezeigt werden sollte. Dazu kam es nicht. Potenzielle Studios sollen unter anderem wegen der Qualität und der äußerst brutalen Gewalt zurückhaltend gewesen sein. Die Premiere in Toronto sollte dem Film offenbar trotzdem Aufmerksamkeit verschaffen. Nach den nun überwiegend negativen Reaktionen dürfte die Suche nach einem Verleih allerdings nicht einfacher geworden sein.

Dabei hatte Snyder offenbar große Ambitionen. Der Regisseur wollte mit The Last Photograph seinen eigenen Apocalypse Now schaffen. Das Drehbuch stammt von Snyder und seinem langjährigem Kreativpartner Kurt Johnstad. Gedreht wurde im Oktober 2025 in Kolumbien mit einem vergleichsweise kleinen Budget von rund zehn Millionen US-Dollar. Die Hauptrollen übernahmen  und , die beide bereits in Snyders Rebel Moon-Filmen zu sehen waren.

Darum geht es in "The Last Photograph"

Im Mittelpunkt steht ein ehemaliger DEA-Agent, der in die südamerikanischen Berge reist, um seine entführte Nichte und seinen Neffen zu retten. Begleitet wird er von einem abgehalfterten Kriegsfotografen. Je tiefer die beiden in die Wildnis vordringen, desto stärker wird der Protagonist mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Zugleich beginnt die Grenze zwischen Realität und surrealen Erlebnissen zu verschwimmen. Ob The Last Photograph nach dem TIFF noch einen regulären Kinostart erhält, bleibt derzeit offen.

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