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Paramount übernimmt Warner: 111-Milliarden-Dollar-Deal vor dem Abschluss

von Sebastian Groß

Paramount Skydance kommt der Übernahme von Warner Bros. Discovery einen entscheidenden Schritt näher. Das Unternehmen von David Ellison hat sich mit dem kalifornischen Generalstaatsanwalt Rob Bonta und elf weiteren US-Bundesstaaten auf einen Vergleich geeinigt. Damit fällt eine der letzten großen juristischen Hürden für den rund 111 Milliarden US-Dollar schweren Zusammenschluss weg.

Paramount und Warner: Milliarden-Deal vor dem Abschluss

Die geplante Fusion würde zwei der traditionsreichsten Hollywood-Studios unter einem Dach vereinen. Zum neuen Medienkonzern würden unter anderem Paramount Pictures und Warner Bros., die Streamingdienste Paramount+ und HBO Max sowie Fernsehsender wie CBS und CNN gehören. Paramount hatte bereits im August erklärt, dass die notwendigen Genehmigungen von zahlreichen internationalen Wettbewerbsbehörden vorliegen. Der Streit mit den zwölf US-Bundesstaaten war damit eines der letzten Hindernisse.

Die Bundesstaaten hatten im Juli gegen die Übernahme geklagt. Ihre Befürchtung: Durch den Zusammenschluss könnten sowohl im Kinogeschäft als auch beim klassischen Bezahlfernsehen wichtige Konkurrenten verschwinden. Weniger Anbieter könnten nach dieser Argumentation langfristig zu höheren Preisen und weniger Auswahl für Kinos, Fernsehveranstalter und letztlich auch Zuschauer führen. Paramount weist diese Einschätzung zurück und argumentiert, der Zusammenschluss werde das Unternehmen im Wettbewerb mit Streaming-Giganten wie Netflix und Amazon stärken.

Diese Bedingungen stellt Paramount für die Fusion auf

Der nun ausgehandelte Vergleich sieht unter anderem verbindliche Vorgaben für das Kinogeschäft vor. Paramount verpflichtet sich demnach, künftig mindestens 30 Filme pro Jahr in den US-Kinos zu veröffentlichen. Wird dieses Ziel verfehlt, soll eine Strafe von 30 Millionen US-Dollar pro fehlendem Film fällig werden. Zusätzlich sollen innerhalb der kommenden fünf Jahre 1,5 Milliarden US-Dollar in die Filmproduktion in Hollywood investiert werden. Auch die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN und CBS News soll durch unabhängige Gremien abgesichert werden.

Der Zeitpunkt des Vergleichs ist für Paramount besonders wichtig. Ab dem 1. Oktober hätte der Konzern im Rahmen der Übernahmevereinbarung eine sogenannte „Ticking Fee“ von rund sieben Millionen Dollar pro Tag zahlen müssen. Diese Gebühr soll finanzielle Nachteile ausgleichen, die durch eine Verzögerung des Abschlusses entstehen. Ein ursprünglich für März 2027 angesetzter Prozess hätte die Übernahme daher über Monate blockieren und Paramount erhebliche zusätzliche Kosten verursachen können.

Ganz abgeschlossen ist die Übernahme allerdings noch nicht. Der Vergleich muss noch gerichtlich bestätigt werden, zudem gibt es weiterhin Widerstand gegen die Fusion. Auch die Writers Guild of America hatte versucht, den Zusammenschluss zu verhindern. Sollte die Transaktion tatsächlich vollzogen werden, entstünde einer der größten Medienkonzerne der Welt – mit zwei großen Hollywood-Studios, zwei Streamingdiensten und einem umfangreichen Portfolio an Kino-, Serien- und Fernsehinhalten.

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