Netflix wollte einen gefeierten Horror-Hit offenbar direkt ins Streaming schicken. Curry Barkers Obsession hätte nach der Premiere beim Toronto International Film Festival beinahe gar keinen Kinostart bekommen, wie der Regisseur nun verriet. Netflix soll ein entsprechendes Angebot abgegeben haben, während auch A24, Neon und Focus Features um die Rechte buhlten. Letztlich setzte sich Focus Features mit rund 15 Millionen US-Dollar durch – bei Produktionskosten von gerade einmal 600.000 bis 700.000 US-Dollar.
Netflix wollte „Obsession“ direkt auf der Streaming-Plattform veröffentlichen
Der anschließende Kinostart machte Obsession zu einem überraschenden Mundpropaganda-Hit. In den USA legte der Horrorfilm am zweiten Wochenende sogar noch einmal deutlich zu. Barker enthüllte außerdem, dass er beinahe eine Langfilmversion seines viralen Kurzfilms The Chair gedreht hätte. Netflix scheint seine bisherige Kino-Strategie derweil teilweise zu lockern: Für Narnia und La Bola Negra sind jeweils 47 Tage im Kino vorgesehen.
Barker hat unterdessen bereits den nächsten Horrorfilm fertiggestellt. Anything But Ghosts für Universal und Blumhouse/Atomic Monster ist abgedreht und soll deutlich stärker auf Humor setzen. Barker selbst gehört neben seinem Kreativpartner Cooper Tomlinson zur Besetzung - genau wie Bryce Dallas Howard und Aaron Paul. Ein Starttermin steht noch aus. Darüber hinaus arbeitet Barker am nächsten Texas Chainsaw Massacre-Film für A24.