Ingmar Bergman gehört zu den Regisseuren, an denen im internationalen Kino kaum ein Weg vorbeiführt. Der Schwede drehte Filme über Tod, Einsamkeit, Angst und die Abgründe der menschlichen Psyche, die bis heute als prägend gelten. Gerade für das Horror-Kino war sein Einfluss groß. Die Stunde des Wolfs etwa zeigt, wie verstörend ein Film auch ohne klassische Horrorformeln sein kann, und wurde zu einem wichtigen Bezugspunkt für spätere Filmemacher*innen.
"Vikings"-Star dreht Horrorfilm über Ingmar Bergman
Bergmans Vermächtnis steht nun im Zentrum eines neuen Horrorfilms. Vikings-Star Gustaf Skarsgård (spielte Floki) gibt mit Kannibalen på Fårö (US:Titel: The Cannibal) sein Spielfilmdebüt als Regisseur und führt dafür auf die schwedische Insel Fårö zurück, die eng mit Bergmans Leben und Werk verbunden ist. Die Geschichte folgt dem Drehbuchautor David, der dort einen Film über den legendären Regisseur schreiben möchte. Vor 20 Jahren war David bereits Bergmans Gast und hofft, bei seiner Rückkehr an die damaligen Gespräche anknüpfen zu können.
Ganz so friedlich verläuft der Aufenthalt allerdings nicht. David stößt auf eine dämonische Präsenz, die offenbar verhindern will, dass er sein Drehbuch beendet. Ardalan Esmaili übernimmt die Hauptrolle, während Claes Ljungmark Bergman spielt. Das Drehbuch stammt von Peter Birro, der selbst als junger Autor Bergman auf Fårö begegnete und diese Erfahrung nun in die Geschichte einfließen lässt.
Gedreht wird derzeit auf Fårö, unter anderem auf Bergmans ehemaligem Anwesen. Die Produktion erhielt dafür Zugang von der Bergman Estate on Fårö Foundation. Skarsgård will sich bei seinem Regiedebüt bewusst mit dem Stil des berühmten Filmemachers auseinandersetzen, aber nicht einfach dessen Kino kopieren. Stattdessen soll The Cannibal Bergmans Einfluss aufgreifen und daraus einen eigenen Horrorfilm entwickeln.