Die Film- und Serienwelt nimmt Abschied von einer ihrer prägendsten Persönlichkeiten: Sir Patrick Stewart ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Der britische Schauspieler, der als Captain Jean-Luc Picard in Star Trek und als Professor Charles Xavier in den X-Men-Filmen weltberühmt wurde, starb in Los Angeles. Wie seine Sprecherin mitteilte, litt Stewart an Alzheimer. Weitere Berichte nennen zudem eine Lewy-Körper-Demenz. Seine Familie und enge Freunde waren in seinen letzten Stunden an seiner Seite. Mit Stewart verliert Hollywood einen außergewöhnlichen Charakterdarsteller, dessen Karriere sich über mehr als sechs Jahrzehnte erstreckte.
Von Shakespeare zu "Star Trek": Patrick Stewarts außergewöhnliche Karriere
Patrick Stewart wurde am 13. Juli 1940 im englischen Mirfield geboren und entdeckte früh seine Leidenschaft für die Schauspielerei. Nach seiner Ausbildung in Bristol widmete er sich zunächst vor allem dem Theater. 1966 wurde er Mitglied der renommierten Royal Shakespeare Company, wo er über viele Jahre hinweg klassische Rollen verkörperte. Auch später blieb er der Bühne verbunden und trat unter anderem gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Ian McKellen in Warten auf Godot und No Man’s Land auf.
Seinen internationalen Durchbruch erlebte Stewart 1987 mit Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert. Als Captain Jean-Luc Picard prägte er sieben Staffeln lang eine neue Generation von Star Trek. Sein besonnener, diplomatischer und zugleich entschlossener Sternenflottenkommandant wurde zu einer der beliebtesten Figuren des Science-Fiction-Franchise. Stewart verkörperte Picard anschließend in mehreren Kinofilmen und kehrte Jahrzehnte später für drei Staffeln der Serie Star Trek: Picard zurück.
Eine zweite ikonische Rolle übernahm er im Jahr 2000 mit Professor Charles Xavier in X-Men. Als Gründer und Mentor der Mutantenschule wurde Stewart zu einer zentralen Figur des Marvel-Filmuniversums. Besonders seine gemeinsamen Szenen mit Ian McKellen als Magneto gehörten zu den Höhepunkten der Reihe. Auch im kommenden Avengers: Doomsday, der am 16. Dezember 2026 in die deutschen Kinos kommen soll, ist noch einmal ein Auftritt des Schauspielers als Professor X vorgesehen.
Mehr als Captain Picard und Professor X: Ein vielseitiger Künstler und engagierter Mensch
Neben seinen berühmtesten Rollen bewies Stewart immer wieder seine Vielseitigkeit. Er war in Filmen wie Der Wüstenplanet, Excalibur und Green Room zu sehen, überzeugte mit komödiantischen Gastauftritten in Frasier und Extras und lieh Figuren in Die Simpsons und American Dad seine markante Stimme. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen. 2010 wurde er für seine Verdienste um die Schauspielkunst zum Ritter geschlagen.
Auch abseits der Kamera setzte sich Stewart für gesellschaftliche Anliegen ein. Besonders wichtig waren ihm der Schutz von Menschen vor häuslicher Gewalt, die Unterstützung von Geflüchteten und das Wohlergehen von Tieren. Nach seinem Tod würdigten unter anderem William Shatner und Hugh Jackman ihren langjährigen Kollegen und Freund. Stewart hinterlässt seine Ehefrau Sunny Ozell sowie zwei erwachsene Kinder.
Patrick Stewart starb bereits am 28. Oktober 2026 in seinem Zuhause in Los Angeles; sein Tod wurde einen Tag später öffentlich bekannt gegeben. In der Mitteilung seiner Familie wird an seine außergewöhnliche Stimme, sein schauspielerisches Talent und seine Menschlichkeit erinnert. Sein Vermächtnis reicht weit über zwei der bekanntesten Figuren der Film- und Fernsehgeschichte hinaus: Er war ein Künstler, der klassische Theaterkunst und moderne Popkultur über Generationen hinweg miteinander verband.