Bildnachweis: © Warner Bros. | Werbemotiv zu "Event Horizon"

30 Jahre nach "Event Horizon": "Resident Evil"-Regisseur kehrt mit zwei neuen Filmen zum Weltraum-Horror zurück

von Thomas Repenning

Mit Event Horizon – Am Rande des Universums schuf Paul W. S. Anderson 1997 einen Science-Fiction-Horrorfilm, der sich über die Jahre zum Kultklassiker entwickelte. Fast drei Jahrzehnte später kehrt der Regisseur nun zu seinen düsteren Weltraumwurzeln zurück. Wie Deadline berichtet, wird Anderson die beiden Romane Nether Station und Nether Vortex von Bestsellerautor Kevin J. Anderson für das Kino adaptieren. Geplant sind zwei Filme, die sich mit außerirdischen Zivilisationen, uralten Geheimnissen und dem Grauen jenseits menschlicher Vorstellungskraft beschäftigen.

"Nether Station": Eine Expedition entdeckt das Grauen zwischen den Sternen

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Cammie Skoura, eine brillante junge Wissenschaftlerin, die anders denkt als ihre Kollegen und an einer Expedition in die Tiefen des Weltraums teilnimmt. Dort untersucht die Besatzung rätselhafte Überreste längst untergegangener außerirdischer Zivilisationen. Was zunächst wie eine wissenschaftliche Sensation erscheint, entwickelt sich zunehmend zu einer Begegnung mit etwas, das sämtliche Vorstellungen der Menschheit über das Universum infrage stellt.

Die Romane verbinden klassische Science-Fiction mit kosmischem Horror im Stil von H. P. Lovecraft. Statt ausschließlich auf außerirdische Monster zu setzen, steht die Vorstellung im Mittelpunkt, dass im Universum Kräfte existieren könnten, die für den menschlichen Verstand kaum begreifbar sind. Besonders Cammies ungewöhnliche Wahrnehmung spielt dabei eine wichtige Rolle.

Für Autor Kevin J. Anderson schließt sich mit der Verfilmung ein Kreis. Der Schriftsteller, der unter anderem zahlreiche Romane aus den Universen von Star Wars und Dune verfasste, ließ sich bei Nether Station ausdrücklich von Event Horizon inspirieren. Ausgerechnet dessen Regisseur übernimmt nun die Umsetzung seiner Geschichte.

Zwei Kinofilme geplant: Paul W. S. Anderson übernimmt die Regie

Die Drehbücher zu beiden Filmen schreibt Jonathan Wakeham, der unter anderem an Midas Man beteiligt war. Paul W. S. Anderson übernimmt nicht nur die Regie, sondern produziert die Adaptionen gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten Jeremy Bolt. Ebenfalls beteiligt sind John Harlacher und Tony Eldridge von Weird Tales.

Anderson kennt sich mit aufwendigen Genreproduktionen bestens aus. Neben Event Horizon inszenierte er sechs Filme der Resident-Evil-Reihe, Mortal Kombat, Alien vs. Predator und Monster Hunter. Während viele seiner späteren Arbeiten stark auf Action ausgerichtet waren, könnte Nether Station wieder stärker den psychologischen und atmosphärischen Horror seines früheren Weltraumfilms aufgreifen.

Die beiden Projekte befinden sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Besetzung, Drehbeginn und Kinostart stehen bislang nicht fest. Auch ob die Filme unmittelbar nacheinander produziert werden, ist noch offen. Fest steht jedoch, dass Anderson mit Nether Station und Nether Vortex erneut ein Universum erkunden wird, in dem die größte Bedrohung möglicherweise nicht das ist, was die Menschen sehen, sondern das, was sie niemals hätten entdecken dürfen.