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DingDong

Kritik von DingDong

Gesehen: Oktober, 2020

Auf den Film "Creature - Die dunkle Macht der Finsternis", so der deutsche Titel, bin ich im Zuge einer meiner Recherechen nach lohnenswerten Sci-Fi-Creature-Feature-Filmen gestoßen. Angeblich sei Creature bzw. Titan Find, so die Originaltitel, eine feine Sci-Fi-B-Movie-Perle, die schönes Kreaturendesign und einen überraschend hohen Härtegrad besitzen soll. Als ich dies las war klar "den musste dir für die Sammlung kaufen". Eins direkt vor weg: Ich hätte mir rückblickend betrachtet das Geld lieber sparen sollen. 

Der Film beginnt nach einer kurzen Texteinblendung, welche ganz grob die zukünftigen Verhältnisse umreisst, direkt auf einem fremden Planeten. Wir sehen zwei Typen in Raumanzügen, welche wohl kurz zuvor eine Art außerirdisches Labor gefunden haben und selbiges nun...nennen wir es "analysieren". Dabei wecken sie eine Kreatur auf, welche einen der beiden unspektatkulär abmurkst. Es folgt ein harter Cut zu einer Raumstation, in welche kurz darauf ein von dem zweiten Raumanzug-Dude gesteuertes Raumschiff kracht und sie somit zerstört. Wieder ein Schnitt und wir lernen "unsere" Crew kennen, welche sich auf dem Weg zur Fundstelle des Alienlabors befindet. Soviel mal zur "offiziellen" Inhaltsangabe, wobei ich ein dort genanntes Detail mal unterschlagen habe, da dies doch schon ein wenig zuviel verrät. 

Soweit klingt die Handlung auch erstmal gar nicht schlecht, zwar nicht wirklich neu, aber durchaus nett. Ein großes Problem des Films ist die Präsentation. Denn der Film ist allgemein eher  dunkel und ich glaube nicht, dass dies an der mir vorliegenden DVD liegt. Denn es gibt immer wieder einzelne Szenen, welche in gut beleuchteten Räumen spielen und diese sind dann durchaus farbenfroh und detailreich. Sobald es aber auf den Planeten, in das Alienlabor oder auf ein verlassenes Raumschiff geht, wird die Szenerie optisch eher düster. Das Zentrum des Bildes ist in der Regel relativ gut erkennbar bzw. beleuchtet aber die Ränder bzw. der Rest des Bildes ist oft  irgendwie nicht bzw. nur schwach ausgeleuchtet. So kommt es auch, dass man vom Planeten leider nicht soooo viel  erkennt, was der Atmosphäre nicht gut tut. Ständig habe ich mich dabei ertappt mir innerlich zu sagen "jetzt zeigt doch mal was von dem verdammten Gelände".  Ja, man sieht paar Steinwände und Steinsäulen, es blitzt und donnert, alles wurde mit einer Art Blaufilter aufgenommen aber das Planetendesign haben andre schon weit besser hinbekommen. Erschwerend kommt hinzu, dass es verdammt lange dauert, bis man das Alien oder sollte ich besser sagen Teile des Aliens zu Gesicht bekommt. Denn große Teile des Aliens befinden sich abgesehen von wenigen Shots, genauso wie die Landschaft, in der Dunkelheit. Der deutsche Titel "die dunkle Macht der Finsternis" ist hier Programm. In den wenigen Einstellungen, in denen die Kreatur in voller Pracht zu sehen ist, habe ich mir dann auch tatsächlich die Dunkelheit zurück gewünscht. Denn die Kreatur wirkt recht steif und erinnerte mich von den ungelenken Bewegungen her an alte Godzillafilme...nur eben ohne deren Charme.  Über weite Strecken kuckt man einfach nur der Crew zu, welche immerhin schauspielerisch immerhin soweit zweckmäßig agiert, und wartet darauf das etwas passiert. Ein darstellerischer Lichtblick blitzt hin und wieder  in Form von Klaus Kinski auf, welcher in dieser Produktion aus dem Jahre 1985 nämlich ebenfalls zum Cast gehört. Eingangs habe ich erwähnt, dass der Film angeblich ziemlich hart sein soll. Dies würde ich eingeschränkt unterschreiben. Einige Szenen sind durchaus etwas "gory" ausgefallen, allerdings war man in den 80ern schon Härteres gewohnt. Aber ein paar massakrierte Leichen (manchmal aufgrund der Dunkelheit nicht ganz so gut zu erkennen) und zwei "lustige" Sachen mit menschlichen Köpfen gibt es dann aber eben doch zu sehen.  Effekttechnisch geht das alles in Ordnung. Viel mehr gibt es spoilerfrei eigentlich nicht zu erzählen. Vielleicht könnte ich noch anmerken, dass ein Crew-Mitglied den Film "The Thing" mehr oder weniger namentlich erwähnt und eine im Film genutzt Falle bauen möchte. Keine Ahnung ob ich das schwach oder liebenswert finden soll. Für wen der Film geeignet sein könnte, finde ich schwer zu sagen. Für Trash-Fans ist der Film fast schon zu "hochwertig" und/oder bei weitem nicht dämlich genug. Für Menschen die optisch schönen Sci-Fi sehen wollen ist er auch nicht wirklich was, da vieles einfach in Dunkelheit gehüllt wurde um evtl. mangelndes Budget zu kaschieren. Für Leute mit einem Herz für Creature-Feature gibt es schlicht und ergreifend zu wenig und zu wenig "schönes" zusehen. Gleiches gilt für Gore-Hounds. Vielleicht ist er was für harcore Sci-Fi-Komplettisten?! Von mir gibt es leider nur 4 Punkte. Kristin vergibt 2 Punkte, allerdings hat sie eigentlich kein Stimmrecht, da sie mehrfach  eingeschlafen ist und insgesamt gefühlt nicht mal die Hälfte des Films miterlebt hat...andererseits sagt dies wiederum ja auch etwas aus.  

Wer wirklich guten und charmanten 80s Sci-Fi mag, dem kann ich nur wärmstens die Filme "Forbidden World" also known as "Mutant- das Grauen im All" und "Galaxy of Terror" zu deutsch "Planet des Schreckens" ans Herz legen. Bisweilen sind die beiden meine 80s Sci-Fi-Creature-Feature-B-Movie-Highlights. 


Für die Sichtung lag mir die DVD von "Endless Classics/Schröder Media" aus dem Jahr 2020 vor. Es handelt sich dabei um die erste und einzige ungeschnittene deutsche Veröffentlichung. Alles davor war bzw. ist cut. Blu Ray gibt es meines Wissens nach keine, auch international nicht. Die bereits mehrfach erwähnte Dunkelheit dürfte weniger an der Veröffentlichung selbst, sondern vielmehr an dem entsprechenden Ausgangsmaterial liegen.  Zumindest sehen bei goggle die Szenenbilder von englischen Seiten nicht wirklich anders aus, als die Bilder welche über meinen TV flimmerten. Die Schärfe ist in hellen Szenen recht ansehnlich, in den vielen dunkleren Momenten aber eher mittelmäßig, weswegen ich eine 3 (Schulnote) mit dem Hang zu einer 3-4 vergeben würde. Der deutsche Ton dieser VÖ ist durchwachsen. Eigentlich ist alles gut verständlich und Rauschen hält sich in Grenzen ABER es gibt relativ viele Szenen welche in englisch eingefügt wurden. Vereinzelt wechselt die Sprache sogar innerhalb von einem gesprochenen Satz, Außerdem springt in einigen Szenen der Ton bzw. die Lautstärke verändert sich. Es empfiehlt sich also eher O-Ton zu kucken, zumal in der deutschen Synchro die Sprache und die Lippenbewegungen immer wieder auffallend asynchron sind. Den O-Ton fand ich akustisch gut verständlich. Die DVD verfügt über ein Wendecover.


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