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DingDong

Kritik von DingDong

Gesehen: September, 2020

Das Elend fängt schon damit an, dass der Film es nicht schafft zu erklären, warum die Protagonistin so ein vermeintliches Dasein als Außenseiterin fristen soll. Sie ist hübsch, scheint etwas schüchtern aber nett zu sein und hat auch sonst nichts an sich, was irgendwie erklären würde, warum sie sich so ausgeschlossen fühlen sollte. Die Eltern sind mit ihr nicht zufrieden, weil sie wenig isst, keine Freunde hat und nicht auf den Schulball gehen will. So unverständlich wie das Ganze präsentiert wird, so schnell ist die Hinführung auch schon abgehakt. Denn nach ein paar Minuten sieht sie im Spiegelbild schon eine „andere Version“ ihrer selbst. Die vermeintlichen Auslöser sind einfach hart lächerlich. Airam, die Figur im Spiegel, der Name ist mega clever natürlich einfach Maria rückwärts gelesen, übernimmt irgendwann und „rächt“ sich an den „Peinigern“. Der Rachefeldzug ist genauso unspektakulär und unmotiviert wie es die Einführung schon war. Dabei müssen hier auch Leute dran glauben, die sie als Kind allein im Sandkasten haben sitzen lassen (kein Witz) und es ist dem „Racheengel“ auch egal, ob eine Person Maria auch wirklich etwas angetan hat. In einem Fall bleibt eine „verständlichere“  Racheaktion sogar mehr oder minder unabgeschlossen und der Film macht einfach fröhlich weiter und dies obwohl es hierbei um den „größten“ Peiniger ging.

SPOILER ANFANG

Der Oberfießling, welcher die Protagonistin mehrfach angegangen ist, bekommt von Airam die Kniescheibe zertrümmert. Sie legt ihm dann zwei Finger auf den Mund und…Szenenwechsel. Das war’s ein Typ der sie nicht nur gemobbt sondern körperlich angegangen ist und quasi bis dato als DER Peiniger schlecht hin präsentiert wurde bekommt lediglich die Kniescheibe zertrümmert während ein ansonsten ihr gegenüber korrekter Typ (ok eines der Opfer war seine Freundin und er hat quasi noch auf deren Trauerfeier mit Airam rumgemacht) von Airam totgeschlagen wird, weil er ihr naja im Grunde so rein gar nichts getan hat …kein Witz.

SPOILER ENDE

 Nein, nein, dieser Film ist nix. Auch das Schauspiel der Hauptdarstellerin welches, genauso wie der Film selbst, vielerorts gelobt wird, fand ich nicht wirklich überzeugend. Weder als Maria, noch als Airam. Es gibt einfach nichts bei diesem Film, was ich auch nur ansatzweise loben könnte. Auch die vermeintliche Doppeldeutigkeit bzw. ein gewisser Hauch von Interpretationsspielraum zieht nicht. Einzig der Look sieht durchaus hochwertig aus (bzw. sieht halt wie bei den ganzen anderen Teenie-Horrorfilmen wie It follows, Wahrrheit oder Pflicht etc. aus, die da so rauskamen) und die Synchro geht klar. Aber dies allein rechtfertigt nun mal keine Sichtung.

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