Sind es die drei repräsentativen Hauptfiguren in Nanako Hiroses mutlosem Zweitwerk, die mit ihrer polyamoren Partnerschaftskonstellation hadern? Oder ist es eher die japanische Regisseurin und Drehbuchautorin, die sich in ihrer sittsamen Soap mit der Thematik bis zuletzt nicht wirklich anfreunden kann? Die Frage nach der Grenze von autoreflexiver Auseinandersetzung und kreativem Konstrukt durchzieht das entscheidungsscheue Exposé, dessen verschämter Umgang mit der zentralen Dreierbeziehung seltsam gestrig wirkt.