Bildnachweis: Berlinale 2026 | © Medea Film Factory

Berlinale 2026 - Ein Eröffnungsbericht

von Jakob Jurisch

Ein Hochglanz-Porträt in jeder Hinsicht, visuelle, formal und biographisch, dessen assoziative Chronik von Kreativität, Identität und Liebe Brüche beiläufig ausbügelt und keinen Schatten zulässt. Die vielstimmige Würdigung rahmt Siri Hustvedt als führende Intellektuelle mit engem Bezug zu Kunstschaffenden ihrer Generation und differenziertem Blick auf die Wahrnehmung von Weiblichkeit. Dass ihre Sichtweise indes fest in einer weißen, wohlständigen, akademistischen Tradition verwurzelt ist, wird nie diskutiert. Ebenso diffus bleibt ihre Bedeutung für eine jüngere Generation und alle, die außerhalb des privilegierten Kreises stehen.

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