Überraschend wenig Filme befassen sich mit dem titelgebenden dänischen Viertel, dessen Geschichte Karl Friis Forchhammer in seinem dokumentarischen Debüt-Werk aufrollt. Der 1971 von rund 800 Besetzer*innen in einer verlassenen Militärkaserne inmitten Kopenhagens gegründete Freistaat schmückt sich seit Jahrzehnten mit dem Ruf des utopischen Gegenmodells zur bürgerlichen Gesellschaft; eine heile Welt, in der basisdemokratische Werte, kommunale Kreativität und anarchistische Ideale real gelebt werden. Kollektivistische Konflikte und krimineller Kontrollverlust sind dabei nur ein Teil der internen Herausforderungen.