Zumindest bis meine Mutter dem einen Riegel vorschob. Aus heutiger Sicht ist es für mich verständlich. Meine Noten fielen ins Bodenlose, was mir aber ziemlich egal war. Damals brach für mich mit dem Urteil „Naruto-Verbot“ eine Welt zusammen. Wenn ich mir das heute durchlese klingt das selbst für mich albern. Aber es war nun mal so und ich möchte diese Zeit nicht missen. Es war schön damals in diese Welt fliehen zu können, wenn mir die Schule mal wieder über den Kopf gewachsen ist und ich in pubertärer Aggression am liebsten alles kurz und kleingeschlagen hätte.
Bald kam dann meine Animepause. Für etwa 3 Jahre hatte ich mich von der Animewelt distanziert, meine Yu-Gi-Oh!-Karten und Mangas verkauft. Ich hatte geglaubt, ich müsse erwachsen werden und da hätte all das keinen Platz mehr. Doch im Winter 2011 bekam ich von einem Kumpel einige „
Naruto: Shippuuden“-Folgen auf einer LAN-Party, eher aus nostalgischen Gründen. Doch als ich dann begann „
Naruto: Shippuuden“ zu schauen weckte das meine Faszination für das Genre Anime wieder. Eine Faszination die bereits zu Kindergartenzeiten mit „
Pokémon“ und „
Monster Rancher“ begann und in der Grundschule mit „
Detektiv Conan“ endgültig etabliert wurde. Das Schöne an „
Shippuuden“ war, dass die Serie durch den ebenfalls dreijährigen Zeitsprung mit mir älter und reifer geworden ist. Dadurch konnte ich wieder Zugang zur Animewelt finden, die ja immerhin auch genügend Inhalte für erwachsene Zuschauer bietet.
Also habe ich „Naruto“ sehr viel zu verdanken und ich sehe die Serie auch heute noch sehr gerne, selbstverständlich bin ich sowohl im Anime als auch im Manga immer auf dem neuesten Stand. Wie es sich für einen Fan der ersten Stunde (zumindest in Deutschland) gehört.