Die Hetzjagd der Medien, die Courtney Love für Dinge ächteten, für die ihre männlichen Kollegen als Rebellen gefeiert wurden, bleibt in dem chaotischen Archiv-Material Edward Lovelace und James Halls dokumentarischen Porträts so fragmentiert wie die Biographie der Titelfigur. Faszination und Relevanz der kantigen Komposition aus Zeitabriss und Revision ist einmal mehr Love selbst: ihre seismische Präsenz, Scharfsicht und Verletzlichkeit. Konzert-Mitschnitte, Interviews, Privatvideos, Film- und TV-Ausschnitte, Notizen und Textzeilen der Songs, die Gewalterfahrungen und Sehnsüchte poetisch verdichten, fügen sich zu einem losen Mosaik, dessen Faszination in den Brüchen liegt.