Netflix’ Pläne für Filme nach der möglichen Übernahme von Warner sind weiter unklar. Einem Bericht von Deadline zufolge könnte der Streamingdienst aber auf sehr kurze Kinoauswertungen setzen. Quellen zufolge befürwortet Netflix demnach eine „17-tägige“ Kinoexklusivzeit für Filme – deutlich kürzer als der branchenübliche Zeitraum von etwa 45 Tagen, den Kinobetreiber wie AMC als Mindeststandard sehen. Für viele Filmschaffende gelten derweil 100 Tage als wünschenswert.
Netflix-Co-CEO Ted Sarandos betont jedoch, dass sich nichts ändern werde. „Wir sind zu 100 % verpflichtet, Warner-Bros.-Filme wie gewohnt mit den branchenüblichen Fenstern in den Kinos zu veröffentlichen“, erklärte Sarandos nach Bekanntgabe der Übernahme. Eine offizielle Entscheidung über die Länge der Kinoauswertungen gibt es bisher nicht.
Unterdessen sorgt auch die kreative Seite des DC-Universums für Schlagzeilen. Regisseur James Gunn zeigte sich zuletzt optimistisch, dass sein Team weiterhin DC-Projekte leiten kann, trotz Spekulationen über eine mögliche neue kreative Ausrichtung unter Netflix. Die Nachricht, dass Weapons-Regisseur Zach Cregger parallel mit Paramount über einen DC-Film verhandelte, sorgte kurzzeitig für Unruhe. Gunn wirkte im Awards Circuit Podcast jedoch gelassen und betonte, dass jede Veränderung für DC Chancen biete, und er gespannt sei, wie sich die Zukunft des Studios entwickeln werde.