Mehr als ein Jahrzehnt nach dem letzten Leinwandauftritt des ungewöhnlichen Ermittlerduos könnte die Jump Street-Reihe schon bald fortgesetzt werden. Medienberichten zufolge arbeitet Sony Pictures derzeit an 24 Jump Street, dem dritten Film der erfolgreichen Comedy-Marke. Für die Fortsetzung sollen mehrere bekannte Gesichter zurückkehren.
Neue Regie, vertraute Hauptdarsteller
Dem Bericht zufolge werden Jonah Hill und Channing Tatum erneut in ihre Rollen als Undercover-Polizisten Schmidt und Jenko schlüpfen. Auch Ice Cube soll wieder mit an Bord sein. Während die Besetzung damit weitgehend unverändert bleibt, gibt es hinter der Kamera eine wichtige Neuerung: Die Regie übernimmt Rodney Rothman, der unter anderem für seine Arbeit an Spider-Man: Into the Spider-Verse bekannt ist.
Rothman verfasste das Drehbuch gemeinsam mit Jonah Hill und Meghan Malloy. Die Schöpfer der ersten beiden Filme, Phil Lord und Christopher Miller, die sowohl 21 Jump Street als auch 22 Jump Street inszenierten, sind diesmal nicht als Regisseure beteiligt. Stattdessen fungieren sie als Produzenten des Projekts.
Große Erfolge und lange Entwicklungen
Die Jump Street-Filme entwickelten sich in den 2010er-Jahren zu überraschenden Kassenerfolgen. Der erste Teil aus dem Jahr 2012 spielte weltweit mehr als 200 Millionen US-Dollar ein. Die zwei Jahre später veröffentlichte Fortsetzung konnte dieses Ergebnis sogar deutlich übertreffen und erreichte Einnahmen von rund 331 Millionen Dollar. Besonders die Dynamik zwischen Hill und Tatum galt als einer der Hauptgründe für die Popularität der Reihe.
Ein dritter Film befindet sich bereits seit mehreren Jahren in unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Schon 2016 begann Sony mit der Arbeit an einer weiteren Fortsetzung. Damals war unter dem Arbeitstitel 23 Jump Street ein Crossover mit der Science-Fiction-Reihe Men in Black geplant. Das Vorhaben wurde jedoch nie umgesetzt.
21, 22 ... 24?
Der Titel 24 Jump Street mag auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken, hat innerhalb der Reihe jedoch eine nachvollziehbare Vorgeschichte. Bereits die beiden bisherigen Kinofilme verstanden sich als selbstironische Neuinterpretationen der gleichnamigen Fernsehserie aus den 1980er-Jahren. Hinzu kommt, dass das Ende von 22 Jump Street einen Running Gag etablierte: In einer humorvollen Montage werden zahlreiche fiktive Fortsetzungen angedeutet, in denen die Figuren Schmidt und Jenko immer neue Undercover-Einsätze übernehmen.
Dabei verschlägt es sie unter anderem an eine medizinische Fakultät, eine Kochschule, eine Feuerwehrakademie sowie in eine Tanzschule und ein Priesterseminar. Die Reihe steigert den Witz schließlich bis zu Missionen im Weltraum, einer Videospiel-Adaption und sogar einer Zeichentrickserie. Vor diesem Hintergrund erscheint der Sprung direkt zu 24 Jump Street nur konsequent. Mit der Auslassung eines offiziellen 23 Jump Street setzt Sony den selbstreferenziellen Humor fort, der bereits die vorherigen Filme geprägt hat.