Bildnachweis: © Paramount | Szene aus "Gladiator"

"Sie sind gescheitert": Russell Crowe rechnet mit "Gladiator II" ab!

von Sebastian Groß

Unterhalte ich euch nicht?“ heißt es in Gladiator. Sollte Paul Mescal, der Star des Sequels, diese Frage jemals an Russell Crowe richten, dürfte dessen Antwort klar sein. Der Hollywood-Star hat sich nämlich bei einem öffentlichen Event kritisch über Gladiator II geäußert und damit eine Debatte über die Ausrichtung des Films sowie seine Wirkung beim Publikum entfacht.

Kritik an "Gladiator II" und Vorwürfe von Russell Crowe

Gladiator II wurde von Regisseur Ridley Scott als eines seiner persönlich stärksten Werke bezeichnet, stieß jedoch bei Publikum und Teilen der Kritik auf ein geteiltes Echo. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 462 Millionen US-Dollar gilt der Film zwar als kommerziell präsent, steht jedoch einem Produktionsbudget von etwa 250 bis über 300 Millionen US-Dollar gegenüber, was die wirtschaftliche Einordnung erschwert. Crowe äußerte sich im Rahmen des Taormina Film Festivals deutlich zur Fortsetzung und sprach von einem gescheiterten Ansatz. Seine Einschätzung fiel dabei unmissverständlich aus:

„Für sie war es in einem zweiten Film besonders interessant, das moralische Zentrum zu zerstören. Das Ergebnis zeigt jedoch, dass der zweite Film kaum an das Einspielergebnis des ersten herankam – und das trotz der Inflation und der veränderten Wertigkeit des Geldes. Sie sind gescheitert, weil sie nicht verstanden haben, warum der erste Film erfolgreich war: wegen seines moralischen Kerns.“

Crowe verweist damit auf eine grundlegende inhaltliche Verschiebung im Vergleich zum ersten Gladiator. Aus seiner Sicht habe gerade der klare moralische Rahmen um die Figur Maximus, die er selbst spielte, den Erfolg des ersten Teils getragen. Die Fortsetzung hingegen habe diesen zentralen Aspekt aufgegeben, was sich unmittelbar auf die emotionale Bindung des Publikums ausgewirkt habe.

Box Office, Einordnung und Ausblick auf mögliche Fortsetzung

Im direkten Vergleich zum Original bleibt Gladiator II deutlich hinter den Erwartungen zurück, auch wenn das Einspielergebnis auf den ersten Blick solide wirkt. Die hohen Produktions- und Marketingkosten relativieren jedoch die Einnahmen und führen in Branchenanalysen häufig zu der Einschätzung, dass der Film wirtschaftlich kaum Spielraum für klare Gewinne ließ.

Der Erfolg des ersten Teils bleibt damit weiterhin Maßstab für die Reihe, sowohl künstlerisch als auch kommerziell. Gleichzeitig gibt es bereits Berichte, dass Scott an einer möglichen dritten Fortsetzung arbeitet und ein entsprechendes Drehbuch in Entwicklung sein soll. Ob das Franchise damit eine neue Richtung einschlägt oder erneut kontroverse Reaktionen auslöst, bleibt vorerst offen.

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