Bildnachweis: © Les Films Primatice

28th Shanghai International Film Festival

von Lida Bach

Goyas Black Paintings dienen in Louis Godbouts allegorischer Abstraktion als direkter Verweis auf die untrennbare Verschlingung gesellschaftlichen Grauens und psychischer Schrecken sowie den fließenden Übergang von bizarrer Komik zu gespenstischer Groteske. Obwohl allzu plakativ, erweitert die Evokation der düstersten Werke des spanischen Malers sowohl die ästhetische als auch die psychologische Eben der immersiven Inszenierung. Obwohl die klassenspezifischen Faktoren ebenso vernachlässigt werden wie die Auswirkungen von Gender-Konstrukten, geben fokussierte Konzeption und kompetentes Schauspiel der psychoanalytischen Phantasmagorie um Fatalismus und irrationale Furcht eine eigenwillige Faszination.

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