Bildnachweis: The Troublemaker Studios

Grindhouse - Eine Ära des (Exploitations-)kino

von Thomas Repenning

Grindhouse ist und bleibt vielschichtig: Es erstreckt sich von Kung-Fu-Flicks, Martial-Arts-Hommagen bis hin zu Horrorschlocks, Exploittrash oder Thrill; die Genrevielfalt bleibt unantastbar und vorallem independent. Grindhouse genießt durch seinen eher unbekannten Grad eine äußerste Freiheit und (kann) sich somit einiges erlauben (Ilsa, She Wolf of the SS). Regisseure, die heutzutage eher konventionelle Filme fertigen, fingen mit Grindhouse an: 1974 drehte Jonathan Demme himself, der für Filme wie Philadelphia oder Das Schweigen der Lämmer verantwortlich ist, den Exploittrash "Caged Heat", in dem Insassen eines Frauengefängnises einen Komplott gegen die sadistische Direktorin wagen. Selbstverständlich unrated. Auch Großmeister Wes Craven übte sich schon in diesem Genre und zwar mit seinem Erstlingswerk The last House on the Left, das wesentliche Merkmale des Horrorschlocks und des Grindhouses aufweist.

Dass solch großartige Regisseure wie Quentin Tarantino oder Robert Rodriguez eine ebenso große Leidenschaft für Grindhouse aufweisen, ermöglichte dem Genre quasi den Durchbruch. Somit ist Grindhouse also viel mehr als irgendein  dreckiger Sleazy, für den man in der frühmorgendlichen Vorstellung nach dem Rausch ein paar Dollar bezahlt um wach zu werden.


Nur für den Fall der Fälle, dass ihr das eben Gelesende gemocht habt:

[●REC] 

Vincent Gorez Filmkritk

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