Chaotisch, queer und konfrontativ blickt Viv Lis dokumentarisches Langfilm-Debüt auf das turbulente Leben der Künstlerin und Filmemacherin zwischen Berlin und Beijing. Die beiden Hauptschauplätze der humorvollen Selbsterkundung, deren Fokus den kulturellen Eigenheiten und Unterschieden sowie deren autobiographischer Überschneidung gilt, fungieren zugleich als Pole des reflexiven Reiseberichts und Symbole zweier äußerlich kontrastierender sozialer Milieus. Das traditionsbewusste Heimatland ihrer chinesischen Familie bestimmen unausgesprochene Verpflichtungen und familiäre Erwartungen, die in Berlins kosmopoliter kreativer Szene auf den ersten Blick nicht existieren.