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Kritik
„I like the music, the dancing, the castle, and the clothes“, sagt Dave Bautista (The Wrecking Crew) als Alpha Two im jüngsten Kino-Kuriosum der Zellner Brothers, denen er damit augenscheinlich aus der Seele spricht. Drehbuchautoren-Duo David und Nathan Zellner, von denen nur erster offiziell als Regisseur gelistet ist, haben offensichtlich ein filmisches Faible für 50er Jahre Biker Leder-Look a la Marlon Brando in The Wild One, dessen Outfit unverkennbar als Vorbild der titelgebenden irdischen Tarn-Identität der außerirdischen Invasoren diente. Abgesehen von der Pudel-Stickerei
Letzte ziert die Kostüme von Alpha One (Léa Seydoux) und Alpha Five (Donna Bae, Next Sohee) sowie später das von Cate Blanchetts (Father Mother Sister Brother) Beta One. Doch was es damit auf sich hat, bleibt eines der losen Enden des aberwitzigen Plots, der mühsam das Nötigste etabliert: Die Beta Gang sind die überlegenen Nachfolger der Alpha Gang. Beide wurden gesandt, die Erde zu unterwerfen und die Alphas zu eliminieren aufgrund deren Anfälligkeit für die Emotions-Epidemie. Doch bevor es soweit ist, wird über eine Stunde in besagten Biker Klamotten getanzt.
Die Zellners mögen auch Dracula-Schlösser wie das Alpha-Hauptquartier. Brutalismus Bauten wie das Space Portal, durch das die Alien Clique auf die Erde kommt. Vintage-Waffen wie der Gatling Gun ist, die Riley Keoughs (Butterfly Jam) Alpha Six zückt, und 60er Jahre Girl Group Songs der Rondettes und Shangri-las aus der Jukebox. Den für das schräge Szenario essenziellen Soundtrack kompilierten wieder The Octopus Project, Stammkomponisten der Regisseure seit Kumiko, the Treasure Hunter, Damsel, und Sasquatch Sunset. Wie letzter basiert die anarchische Alien-Comedy auf einer unablässig wiederholten Pointe.
Fazit
Die Zellern Brothers kreieren in ihrem charakteristischen skurrilen Stil eine sarkastische Space Opera mit All-Star Cast von Lily-Rose Depp über Chris Pine und Kelvin Harrison Jr. bis zu Cameos ihrer selbst. Trotz des eindimensionalen Humors, der die zentrale Prämisse in allen denkbaren Variationen präsentiert, kann man die surreale Hommage an Retro-Pop, Fashion Victims und Sci-Fi-Klassiker schwerlich hassen. Fäkal-Witze und der klägliche Versuch, etwas über menschliche Gefühlen in einer abgestumpften Zeit zu sagen, untergraben den eigenwilligen Charme allerdings mit ihrer inszenatorischen Mainstream-Mechanismen. Aber Periwinkle reißt das Ende wieder herum.