7.2

MB-Kritik

Hoppers 2026

Adventure, Comedy, Animation

7.2

Piper Curda
Bobby Moynihan
Jon Hamm
Kathy Najimy
Dave Franco
Eduardo Franco
Aparna Nancherla
Sam Richardson
Isiah Whitlock Jr.
Meryl Streep
Melissa Villaseñor
Steve Purcell
Ego Nwodim
Nichole Sakura
Karen Huie
Vanessa Bayer

Inhalt

Ein tierliebes Mädchen nutzt eine Technologie, mit der sie ihr Bewusstsein in einen robotischen Biber überträgt, um Geheimnisse in der Tierwelt zu enthüllen, die ihre Vorstellungskraft übersteigen.

Kritik

Hoppers ist an Niedlichkeit kaum zu überbieten, denn was kann süßer sein als die kleinen flauschigen Biber mit ihren riesigen Kulleraugen und wuscheligen Fell? Zumindest sehen die Disneykreationen noch knuddeliger als die echten Tierchen aus. Dabei besticht Hoppers längst nicht nur mit seinem Äußeren, sondern mit der eindrucksvollen Botschaft, die einem schon in den ersten Sekunden ins Auge springt, und die Botschaft lautet: Tierschutz und Naturschutz. Im Mittelpunkt des Films steht ein junges Mädchen, (Piper Curda, May December) das sich unermüdlich für den Erhalt der Natur und den Lebensraum für Tiere einsetzt. Sie ist ein echter Wildfang und nichts kann sie stoppen, wenn sie für die Tiere kämpft. Das alles tut sie, weil ihre Großmutter es ihr beigebracht hat und wenn es um Mabels Beziehung zu ihrer Großmutter (Karen Huie) geht, dann wird der Film richtig emotional. Es geht darum, einen schönen Ort zu erhalten, den Mabel seit ihrer frühsten Kindheit kennt und an dem sie viel Zeit mit ihrer Großmutter verbracht hatte. Dieser ganz besondere Ort hat Mabel sogar geholfen all ihre Wut loszulassen.

„It's hard to be mad, when you are a part of something big.“
, sagt ihre Großmutter und diese Botschaft trägt Mabel in ihrem Herzen und macht sich auf in die große weite Welt um sie zu retten. Doch man kann nur jemanden retten, der gerettet werden will und dazu muss sie in den Avatar eines Bibers schlüpfen, um die Tiere zur Rückkehr in ihre Heimat zu bewegen. An dieser Stelle fragt man sich: Moment mal habe ich nicht etwas Ähnliches schon mal gesehen? Sicher erinnert der Film an eine kindgerechte Vision des Films Avatar und das ist so offensichtlich, dass Hoppers sogar selbst  im Trailer damit kokettiert. Doch diesmal geht es nicht, um einen verwundeten Soldaten, sondern um ein junges Mädchen, das mindestens genauso viel Kampfgeist zeigt wie Jake Sully. Manchmal fühlt es sich für Mabel so an als wäre sie Don Quijote, der einen aussichtslosen Kampf gegen die Windmühlen führt. Oft fühlt sie sich allein, doch sie macht immer weiter und hier kommt der lustige Part des Films ins Spiel: Sie rennt wie ein waschechter Biber durch die Gegend und kommuniziert mit anderen süßen Tieren, dabei findet sie nicht nur die Wahrheit heraus, sondern erfährt auch viele Dinge, die Menschen verborgen bleiben. Sie beschützt, sie beobachtet, sie kämpft und eine wunderbare bunte und wunderschöne Welt eröffnet sich ihr, in der die Biber und andere Tiere tanzen, feiern und Spaß haben und das, obwohl sie aus ihrem Lebensraum fast vollständig durch Menschen verdrängt wurden.

Überraschenderweise ergreift der Film nicht völlig die Partei für die Tiere, sondern wirkt ziemlich versöhnlich und stellt die Menschen nicht als Monster dar, sondern als lernfähige Individuen, die in der Lage sind, ihre Meinung zu ändern, doch bis dahin ist es ein langer Weg voller Hindernisse, rasanter Action und Abenteuer und dabei spielt sich alles vor den Augen der „Biber Mabel“ ab, die einen tiefen Einblick in die wundervolle Welt der Tiere erhält. Trotz der Bedrohung der Tiere durch Menschen bleibt der Film stets optimistisch. Er vermittelt die Botschaft, dass man alles erreichen kann, wenn man sich nur lange genug für eine Sache einsetzt. Dabei ist Hoppers keinesfalls ein Disneymärchen und die Wünsche werden nicht auf wundersame Weise wahr, sondern man zeigt einen langen und erschöpfenden Kampf einer jungen Frau für Umwelt- und Naturschutz. Es kommt keine Fee, die ihr die Wünsche sofort erfüllt und das macht Hoppers sogar in gewisser Weise realistisch, weil der Film zeigt, wie viel Aufwand Naturschutz erfordert. (Unterschriften sammeln, sich gegen die Stadtmitarbeiter behaupten, sich um das Wohlergehen der Tiere zu kümmern).

Sicherlich ist Hoppers stets mit einem Augenzwinkern zu betrachten, aber er hat auch viele ernste Untertöne und soll uns zu mehr Empathie bewegen. Wenn die Menschen den Tieren ihre Lebensräume wegnehmen, dann haben sie irgendwann kein Raum mehr, in dem sie existieren können. Dabei geben uns die Tiere und die Natur viel mehr als man denkt. Die Natur sorgt für den Ausgleich im stressigen Alltag und schenkt uns Liebe und Geborgenheit und wie danken die Menschen der Natur? Sie holzen die Wälder ab, um ihre "Wohlstands-Asphalt-Fantasien" zu erfüllen. Das ist tragisch, doch trotzdem gibt es noch Hoffnung, solange es solche Menschen wie Mabel gibt, die sich für den Natur- und Tierschutz einsetzen. „Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnen sich tausende Fenster“ Und wenn man glaubt ganz allein zu sein, dann kommt oft aus völlig unerwarteter Quelle Hilfe. Man sollte nur niemals vergessen, dass jeder einzelne von uns den Unterschied macht, denn wir alle sind ein Teil eines großen Ganzen.


Fazit

„Hoppers“ ist ein schöner, bunter, witziger und emotionaler Film mit einer wundervollen Botschaft: Es ist wichtig sich für den Natur- und Tierschutz einzusetzen! Dabei ist kein Beitrag zu klein oder zu unbedeutend. Der Animationsfilm besticht durch detailreiche Animation und seine liebenswerten tierischen und menschlichen Figuren, die sich in ein spannendes und lustiges Abenteuer stürzen. 

Autor: Yuliya Mieland
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