3.5

MB-Kritik

Whistle 2026

Horror

3.5

Christine Sahely
Dafne Keen
Sophie Nélisse
Lanette Ware
Sky Yang
Mika Amonsen
Mikayla Kong
Jhaleil Swaby
Matthew MacCallum
Alissa Skovbye
Percy Hynes White
Michelle Fairley
Nick Frost
Stephen Kalyn
Janaya Stephens
Troy James

Inhalt

Eine Gruppe ahnungsloser Highschool-Schüler stolpert über ein verfluchtes Objekt, eine alte aztekische Todespfeife.

The Whistle gehört zum Programm der Fantasy Filmfest Nights 2026 (weitere Infos hier)

Kritik

Ob eine Spieluhr (Wish Upon), eine Hand (Talk To Me), ein Videotape (Ring), eine Holzbox (Possession) oder gar ein Adventskalender (The Advent Calendar), verfluchte Objekte dienen immer wieder gern als Basis für neue Horrorgeschichten. Die Idee reizte wohl auch Regisseur Corin Hardy (The Nun), der seinen neuen Horrorfilm Whistle nach einem Drehbuch von Owen Egerton (Blood Fest) ganz auf eine aztekische Todespfeife fokussiert. Einmal hineingeblasen werden alle verflucht, die den schrillen Schrei daraus hören.

Der Tod heftet sich hier an die Fersen mehrerer Teenager und zeigt sich ihnen frühzeitig in der Form, wie er eigentlich erst spät(er) im Laufe des Lebens für sie vorgesehen war. Bis es so weit ist, vergeht in Whistle aber zunächst reichlich Zeit, die theoretisch für eine ausführliche Figurenzeichnung hätte aufgewendet werden können (um hinten raus Spannung und vielleicht sogar Emotionen zu erzeugen), praktisch aber ohne echten Plan ungenutzt bleibt. Daher zieht sich Whistle zunächst ordentlich und schafft es leider auch nicht, einen Bezug zu seinen blassen Charakteren herzustellen. Mehr als Kanonenfutter sind die Teenager daher leider nicht. 

Sobald das Übel seinen Lauf nimmt, kommt zwar ein wenig Schwung in die Sache, da die Kills für sich ganz ordentlich ausfallen und sich in ihrer Brutalität auch nicht zurückhalten, das Spaßlevel wie beim ähnlich angehauchten und vor nicht allzu langer Zeit erschienenen Final Destination 6: Bloodlines erreicht Whistle aber nicht. Dazu nimmt er sich zu ernst und vermisst die kreative Verspieltheit bei der Gestaltung seiner Todesszenen, die den Reiz eines Final Destination eben ausmacht. In Whistle geht es den Teenagern in der Regel ganz schnell an den Kragen, ohne die Momente drumherum groß auszubauen und zu zelebrieren. 

Übrig bleibt ein weiterer Teenie-Horror, der ziemlich generisch daher kommt, nichts Neues vorzuweisen hat und in seiner Ausführung hinter den Erwartungen bleibt. Zig mal gesehen und mit Sicherheit auch schon in besserer Form. Mit Nick Frost (Shaun of the Dead), Michelle Fairley (Game of Thrones) und Dafne Keen (His Dark Materials) finden sich ein paar bekannte Gesichter im Cast, lohnenswerter machen sie den Film allerdings auch nicht. 

Fazit

Eine aztekische Pfeife ruft den Tod auf den Plan und versetzt eine Gruppe Teenager in Angst und Schrecken. Gefühle, die beim Zuschauer eher nicht aufkommen werden, da der Horrorfilm trotz einiger netter Kills darüber hinaus nicht viel zu bieten hat. 

Autor: Sebastian Stumbek
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