Die Zahl angekündigter Musikbiografien aus Hollywood wächst weiter. Produktionsfirmen setzen zunehmend auf bekannte Namen der Pop- und Rockgeschichte, deren Karrieren und private Lebenswege sich für eine filmische Aufarbeitung anbieten. Ein neues Projekt reiht sich nun in diese Entwicklung ein und befindet sich nach längerer Vorbereitung offenbar in einer aktiveren Phase. Am Ende der aktuellen Planungen steht ein Film über Cass Elliot, für den Jessica Gunning als Hauptdarstellerin vorgesehen ist. Die Darstellerin ist den meisten als Stalkerin Martha aus der Netflix-Serie Rentierbaby bekannt. Für die Rolle wurde sie mit einem Golden Globe ausgezeichnet.
Eine Schlüsselfigur der US-Popmusik
Cass Elliot gehörte als Leadsängerin zu den prägenden Mitgliedern von The Mamas and the Papas. Die Band zählte in den 1960er-Jahren zu den erfolgreichsten Formationen der USA und erzielte mit Songs wie California Dreamin’ oder Monday Monday internationale Charterfolge. Über ihre Arbeit mit der Band hinaus war Elliot Teil der kreativen Szene rund um den Laurel Canyon in Los Angeles. Dieses Umfeld brachte zahlreiche einflussreiche Musiker*innen hervor. Elliots Leben endete 1974 im Alter von nur 32 Jahren an einem Herzinfarkt.
Das Projekt wird von der Produktionsfirma Veritas betreut, die zuletzt auch Like A Complete Unknown realisierte. Der Film über Cass Elliot befand sich über Jahre hinweg in der Entwicklung, ohne konkrete Fortschritte zu machen. Aktuell sind weder Regie noch Drehbuchautor*innen offiziell benannt. Mit Gunning als Star und vor allem dem ununterbrochenen Erfolg von Biopics dürfte das Projekt aber wohl Fahrt aufnehmen. Das nächste große Musiker-Biopic ist Michael. Den Trailer dazu gibt es hier.