Die psychologischen, ökonomischen und physischen Herausforderungen einer dem eigenen Fortschritt hinterherhinkenden Gesellschaft liefern eine vielversprechende Grundlage, die Liu Shichuans schematische Sittenkomödie allerdings kaum zu nutzen weiß. Zwar rührt der poltrige Plot immer mal wieder an interessante Aspekte wie den Kontrast zwischen technologischer Vernetzung und der unerfüllten Sehnsucht nach zwischenmenschlicher Bindung im zeitgenössischen China, doch die spürbaren inszenatorischen Hemmungen wagen sich nicht daran. Mit ihrem Spott über Isolation und Intimität bleibt die sexistische Story bei aller aufgesetzten Frivolität reichlich bieder.