Die übergreifenden Themen von Schönheitsidealen, körperlicher Verunsicherung und Selbstoptimierung sind zwar spannende, werden aber von Manoël Duponts unsicherer Beziehungsskizze nie ergründet. Genauso übergangen wird auch die Wahrnehmung äußerliche Ansprüche in der Gay Community. Die formal interessante Neutralität der sachlichen Kameraästhetik enthält durchaus eine moralische Wertung: Der kosmetische Eingriff erscheint als Kompensation einer inneren Leere. Jene bleibt indes so unbestimmt wie das emotionale Verhältnis der Hauptfiguren. Deren unzureichende Charakterisierung und schwaches Schauspiel bedingen einander. So zieht sich die Handlung trotz kurzer Laufzeit spürbar.
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