Trotz guter Einzelleistungen in Choreografie, Kameraarbeit, sowie Lius Schauspiel bleibt Gabriele Mainetti Versuch einer Art italo-asiatischen Kung-Fu-Mär inmitten Roms multikulturellen Bezirken letztlich unausgewogen. Hier und da bietet der überladene Genre-Reigen einige leidlich unterhaltsame Sequenzen, doch das Gesamtbild bleibt ästhetisch fragmentiert und dramaturgisch überfrachtet. Kampfchoreografie und visuelle Gestaltung ringen beständig zwischen stilistischem Anspruch und erzählerischer Orientierungslosigkeit. Herausfordernde Themen wie Xenophobie, Korruption und Ghettoisierung werden angeschnitten, aber nie ausgearbeitet. Statt cineastische Tropen zu demaskieren, werden diese zelebriert.
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