Der Crystal Globe für den Besten Film, den Aung Phyoes sensibles Kinodebüt gerade in Karlovy Vary erhielt, scheint zugleich politisches Signal und künstlerische Anerkennung. Die mäandernde Struktur der intimen Story führt weder zu einer narrativen Auflösung, noch profunder psychologischer Entwicklung. In seiner Gesamtheit ist die von Myint Lwin und Myat Aungs nuancierten Darstellungen getragene Drama eine weitere der bittersüßen Episoden, die es aneinanderreiht. Kleinen Momente heimlicher Nähe und einer impressionistischen Atmosphäre entfaltet sich die berührende Wirkung.