„Dinge, an die man nicht mehr denkt, doch die immer noch da sind“ erodieren beständig die heimelige Aura Manuela Martellis zweiter Spielfilm-Arbeit, mit der die chilenische Regisseurin nach Cannes zurückkehrt. Der Schnee konserviert Indizien wie einen an eine gefrorene Blutspur erinnernden roten Schal, und verdeckt jede Spur der jungen Vermissten. Untermalt von María Portugas düsterem Score evozieren Benjamín Echazarretas kongeniale Kamera rekreiert mit körnigen Bildern und den matten Primärfarben den Look der Handlungsära: voller Geister der Vergangenheit und neuer Dämonen.