Psychothriller, Kolonial-Krimi und Schauermärchen verwebt Jorge Thielen Armand zu einer abgründigen Parabel von historischer Schuld, imperialistischer Verblendung und einer sich unerbittlich reproduzierenden Gewalt. Spukhafte Sound-Elemente und ominöse Kulissen verleihen den angespannten Kameraaufnahmen eine Aura unterschwelliger Bedrohung. Stilistische Anleihen beim Genre-Kino geben dem allegorischen Szenario die surreale Schleier einer Fieberphantasie. Gleichsam intensiv, doch technisch verschieden, katalysieren Argento und Laien-Darstellerin Tovar Darstellungen die gefährliche Dynamik zwischen den von ihnen verkörperten Antagonistinnen. Die modernde Plantage wird zum Sinnbild zur unverarbeiteten Geschichte eines Landes, dessen politische Gegenwart die Vergangenheit spiegelt.
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